Nach Österreich: Auch Deutschland plant mit Sputnik V

Foto: iStock/ Dmitriy Sidor
Foto: iStock/ Dmitriy Sidor

Sputnik V Beschaffung: Die Bundesregierung befindet sich im engen Austausch mit russischen Stellen, um schnell den Impfstoff beziehen zu können. Nun zieht auch Deutschland nach und verkündet, einen bilateralen Vertrag zur Sputnik Beschaffung auszuhandeln.

 

Spahn für bilaterale Verträge

Mitte der Woche wurde bekannt, dass man auch beim Nachbarn in Deutschland sehr auf eine Lieferung von Sputnik V hofft. Zuerst kündigte Markus Söder (CSU) an, für Bayern 2,5 Millionen Impfdosen zu sichern. Einem Bericht der FAZ zufolge, will der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen bilateralen Vertrag zwischen Deutschland und dem Impfstoffhersteller.

Einen solchen Vertrag plane die EU derzeit nicht. Der zuständige EU-Kommissar Thierry Breton begründete dies damit, dass die EU bereits genügend Impfstoff von anderen Herstellern gesichert habe.

 

DEr deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn setzt sich für einen bilateralen Vertrag zum Ankauf von Sputnik V für Deutschland ein. Foto: BMG

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn setzt sich für einen bilateralen Vertrag zum Ankauf von Sputnik V für Deutschland ein. Foto: BMG

 

1 Million Impfdosen nach Österreich

Bereits in der Woche vor Ostern wurde öffentlich, dass es zwischen dem Bundeskanzleramt und dem Hersteller des Impfstoffs Verhandlungen gab. Gegenstand dieser Verhandlungen war die Lieferung von 1 Million Impfdosen nach Österreich. Das Gesundheitsministerium war in die Verhandlungen eingebunden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) begründete die Verhandlungen damit, dass es beim Impfstoff keine geopolitischen Scheuklappen geben dürfe. Für die Entscheidung wurde Kurz von mehreren Seiten kritisiert.

 

Sputnik V in Zulassung

Der Impfstoff Sputnik V befindet sich derzeit noch im Zulassungsverfahren durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA. Experten der EMA werden im Rahmen dessen die Produktion und Lagerung des Impfstoffs in Russland begutachten. Aufwind erhielt der Sputnik V Impfstoff zuletzt aufgrund eines Berichts in der Fachzeitschrift „The Lancet“, der Sputnik V eine Wirksamkeit von 91,6% zusprach.