Kurz drängt auf Impfstoff-Produktion

BKA/ Dragan Tatic
BKA/ Dragan Tatic; Zur-Sache

Das Ziel ist klar: Ein Viertel aller Österreicherinnen und Österreicher soll bis Ostern geimpft werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Impfen intensiviert, allerdings auch die Produktion des Impfstoffes gesteigert werden. Eine Kooperation zwischen Österreich und Israel in der Produktion von Impfstoffen ist Gegenstand der Gespräche von Bundeskanzler Sebastian Kurz, der am Donnerstag nach Israel reist.

 

Forschung & Produktion in Österreich

Österreich ist bei der Forschung und der Herstellung von COVID-Impfstoffen unter Europas führenden Nationen. Die Informationen des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller zeigen, dass vier von sechs der COVID Impfstoffhersteller in Österreich entweder Produktionsstätten oder Zulieferer haben.

In Österreich gibt es etwa 900 Firmen die im Pharmabereich tätig sind. Die Unternehmen beschäftigen rund 55.000 Menschen und tragen drei Prozent zum österreichischen BIP bei, betonte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck bei einer Pressekonferenz Anfang der Woche.

 

Kooperation mit Israel

Eine verstärkte Kooperation der österreichischen mit israelischen Pharmafirmen ist zentrales Thema der Gespräche, die Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag mit Israels Premier Benjamin Netanjahu führen will. Der Bedarf für Österreich beträgt rund 30 Millionen Impfdosen.

 

Intensives Impfen in Österreich

„Im Schnitt wird alle 4 Sekunden eine Impfung verabreicht, an Menschen über 80, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal in Pflegeheimen und in Gesundheitseinrichtungen“, so das Gesundheitsministerium in seinem Corona-Dashboard.

Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge waren bis Dienstagabend 670.000 Impfungen eingetragen. 435.000 Menschen haben eine erste Dosis erhalten, 235.000 haben die für einen vollständigen Impfschutz notwendigen Impfdosen erhalten.

Die Anzahl der angeforderten Impfdosen beträgt laut AGES Dashboard 843.000.

 

Sichere Impfstoffe

Ein Grund für die schnelle Entwicklung von Impfstoffen gegen das COVID-19 Virus ist die bereits vorhandene Forschung an den bekannten MERS- und SARS-Covidviren. Zusätzlich wurden für die klinische Entwicklung der Impfstoffe die modernsten Plattformtechnologien verwendet. Das belegen u.a. auch Informationen des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH).

 

Wirksamkeit & Verträglichkeit

Laut dem ÖVIH befinden sich derzeit weitere drei Impfstoffe bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA zur Überprüfung. Durch die Zulassung von weiteren Impfstoffen, kann die weltweite Versorgung mit Impfstoffen weiter beschleunigt werden.

Es ist klar: Jeder Impfstoff, der in Europa auf den Markt kommt ist sicher. Rund 100 Expertinnen und Experten überprüfen vor jeder Zulassung, dass es genügend Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfstoffe gibt.