Lockerungen für den Reiseverkehr

Deutliche Kritik am Grünen Plakat kommt von BM Köstinger - Foto: BKA
Deutliche Kritik am Grünen Plakat kommt von BM Köstinger - Foto: BKA

Wirtschaft und Tourismus kommen wieder in Schwung, das bedeutet grenzüberschreitenden Verkehr. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat diese Woche mit Ressortkollegen aus Kroatien, Deutschland und Südtirol koordiniert, welche Regeln gelten sollen, damit Grenzübertritte unter anhaltenden Sicherheitsvorkehrungen gegen Corona-Infektionen möglich sind.

 

Vorbereitungen für Grünen Pass

Im März 2021 hat Tourismusministerin Elisabeth Köstinger einen Vorstoß zu einem EU-weit gültigen Grünen Pass gemacht. Die Europäische Union arbeitet daran, doch damit der Grüne Pass praxisnahe bleibt, sind der enge Austausch mit internationalen Partnern und die Koordination der Regeln erforderlich.

 

Kroatien erleichtert Einreise

Seit Dienstag Mitternacht ist in Österreich die Einreise aus Litauen, den Niederlanden, Schweden und aus Zypern mit dem bekannten 3-G-Nachweis möglich. Ebenfalls seit Dienstag können Gäste oder Rückreisende aus Kroatien nach Österreich ohne Quarantäne einreisen, wenn sie getestet, geimpft oder genesen sind, sagte Köstinger zum Wochenbeginn nach einem Arbeitsgespräch mit ihrer kroatischen Ressortkollegin Nikolina Brnjac. Kroatien erklärte Mitte der Woche, Touristen aus EU- und Schengenländern könnten schon nach der ersten Impfung einreisen. Österreich und Kroatien wünschen zudem einen Grünen Pass für Nicht-EU-Länder, gleich jenem für EU-Staaten.

Beliebt im Sommer: Das Salzburger Land/Foto: iStock/DieterMeyrl

Beliebt im Sommer: Das Salzburger Land/Foto: iStock/DieterMeyrl

 

Unterschiedliche Kriterien

Um die Regeln für den Grenzverkehr mit dem Nachbarstaat Deutschland und der Nachbarregion Südtirol zu erörtern, hielt Köstinger am Mittwoch ein virtuelles Treffen mit dem deutschen parlamentarischen Staatssekretär für Tourismus, Thomas Bareiß sowie Südtirols Landesrat für Tourismus Arnold Schuler und Landesrat Philipp Achammer ab. Die Beratungen hatten den Fokus auf weitere Maßnahmen für eine sichere Sommersaison. Themen und Inhalte waren:

  • In Österreich wird der Grüne Pass bereits im Juni in digitaler Form genutzt werden können und den Anforderungen des europäischen Grünen Passes entsprechen.
  • In einigen Punkten, beispielsweise bei der Gültigkeitsdauer der jeweiligen Zertifikate, bestehen bei den jeweiligen Staaten noch Unterschiede.
  • In Deutschland gelten Personen 14 Tage nach vollständig abgeschlossenem Impfzyklus als geimpft.
  • In Italien gelten Personen 15 Tage nach Erhalt der ersten Dosis als geimpft. Für eine Einreise wird unabhängig vom Impfstatus ein negatives Testzertifikat benötigt.

 

Weitere Schritte zum 10. Juni

Die Gespräche für „weitreichende Reisefreiheiten und eine sichere Sommersaison 2021“ werden von Köstinger fortgesetzt. In Österreich sollen – dank Teststrategie, Impffortschritt und sinkender Infektionszahlen – mit 10. Juni und 1. Juli weitere Schritte der Lockerung gesetzt werden können.

Mittlerweile wurden auch in Deutschland die Einreisebestimmungen angepasst, sodass getestete, geimpfte oder genesene Personen von der Quarantäne befreit sind. Das ermöglicht es vielen deutschen Gästen ihren Urlaub auch diesen Sommer in Österreich zu verbringen.

Wie Kroatiens Tourismusmusministerin sprachen sich auch Deutschlands und Südtirols Tourismus-Verantwortliche dafür aus, dass es auch für Gäste aus Drittstaaten eine nutzerfreundliche Möglichkeit geben soll, die Test-, Impf- und Genesenenzertifikate auf Richtigkeit und Gültigkeit zu prüfen.