Breite Würdigung für Andrea Kdolsky (1962-2026)
Eine breite Würdigung erfährt die frühere Gesundheits- und Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP), die nach zweijähriger Krankheit an Krebs verstarb.
„Mit großer Betroffenheit habe ich vom viel zu frühen Tod von Andrea Kdolsky erfahren“, sagte Bundeskanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Christian Stocker am Mittwoch abends in seiner Würdigung der Medizinerin und Politikerin.
Als Fachärztin für Anästhesie am Wiener AKH kannte sie die Anliegen der Patientinnen und Patienten und der Menschen im Gesundheitswesen aus eigener Erfahrung, so Stocker.
Engagement und Courage
„Diese Erfahrung hat sie ab 2007 als Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend in die Bundesregierung eingebracht. Andrea Kdolsky war eine Politikerin, die offen ausgesprochen hat, was sie dachte, und die nie davor zurückgeschreckt ist, für ihre Überzeugungen einzustehen, auch wenn das unbequem war. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren“, erklärte Christian Stocker für die ÖVP.
Als Studentin in die Politik
„Andrea Kdolsky hat sich schon während ihres Medizinstudiums in der Österreichischen Medizinerunion politisch engagiert und diesen Einsatz später in der Hochschullehrer-Gewerkschaft und als Gesundheitsministerin fortgesetzt. Sie war eine unverwechselbare Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, die Debatten angestoßen hat und ihren eigenen Weg gegangen ist. Für ihren Dienst an der Republik und ihren Einsatz für die Gesundheit der Menschen in unserem Land sind wir ihr dankbar“, sagt ÖVP-Generalsekretär Markus Gstöttner.
Mikl-Leitner: Das Herz am rechten Fleck
„Sie war ein Mensch mit Ecken und Kanten, charakterstark und voller Durchsetzungskraft, aber auch offen, ehrlich und immer lebensfroh. Sie hatte das Herz am rechten Fleck“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum Ableben der ehemaligen Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky.
Würdigung für offenen Umgang mit Krebs
„Andrea Kdolsky hat sich um das österreichische und niederösterreichische Gesundheitswesen sehr verdient gemacht und als Politikerin und Ärztin wichtige Weichen gestellt“, so die Landeshauptfrau: „Großes Engagement und sehr viel persönlicher Einsatz, aber auch ihre Kompetenz und ihr Fachwissen haben sie ausgezeichnet“.
Besonders würdigt Mikl-Leitner auch den offenen Umgang Kdolskys mit ihrer Krebserkrankung: „Sie hat damit sehr vielen Menschen Kraft und Mut gegeben.“
Vor ihrem Eintritt in die Bundesregierung 2007 war Andrea Kdolsky unter anderem als Krankenhausmanagerin und medizinische Geschäftsführerin in der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding tätig.
Dank und Anerkennung sowie eine Würdigung ihrer Persönlichkeit sprachen auch die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), der Samariterbund sowie Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann und die NEOS-Vorsitzende, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger aus.
Zum Beitragsbild: Aufnahme am 25. März 2026 in Wien bei der Präsentation des Charity-Fotokalenders Dancer Against Cancer 2026/2027. Foto: Imago/Sepa Media