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Intensivmedizin für Städtetourismus

Die Städtekampagne 2022 der Österreich-Werbung soll Gäste in die Städte bringen. Bild: Eines der vier Sujets ist eine Aufnahme aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Foto: OEW-Paul-Bauer

Während die Ferienregionen in der Sommer- und Wintersaison teilweise sehr gute Buchungen verzeichneten, leidet Österreichs Städtetourismus unter Umsatzeinbußen. Ein Städtegipfel der Touristiker gab die Initialzündung für neue Impulse und Konzepte.

 

Städtetourismus spürt Corona-Folgen

Der Wegfall großer Veranstaltungen wie Kongressen oder Fach- und Publikumsmessen ist stark spürbar. Die Landeshauptstädte verzeichneten um 65 Prozent weniger Nächtigungen als vor 2019 einsetzenden Krise – während das Nächtigungsminus österreichweit mit 48 Prozent weniger stark ausfiel. Durch den Krieg Russlands in der Ukraine fehlen zudem internationale Gäste.

 

Höheres Budget und konkrete Initiativen

Um den heimischen Städtetourismus zukunftsfit zu machen, hat Tourismusministerin Elisabeth Köstinger zu einem „Städtegipfel“ eingeladen: „Der Städtetourismus erholt sich nur sehr langsam”, sagte Köstinger. Daher habe sie Experten und die Tourismusdirektoren aus den Landeshauptstädten an einen Tisch geholt, um den heimischen Städtetourismus zukunftsfit zu machen.

 

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Das Tourismus-Ministerium, die Österreich-Werbung und die Tourismusbranche werden in den kommenden Wochen konkrete Maßnahmen für den Städtetourismus erarbeiten. Die Inputs des Städtegipfels dienen dabei als Basis. Und das sind die ersten Ansätze zur Unterstützung des Österreichischen Städtetourismus:

 

Erhöhtes Etat der Österreich-Werbung

  • Das Budget der Österreich-Werbung (ÖW) wurde erstmals seit 20 Jahren angehoben. Der Mitgliedsbeitrag des Tourismus-Ressorts beträgt heuer 28 Mio. Euro und im nächsten Jahr 30 Mio. Euro.
  • Zusätzlich wurde ein Sonderbudget für die ÖW in der Höhe von 15 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Ein Teil davon fließt in den Städtetourismus und Convention-Bereich.

Aktivitäten und Kampagnen

  • Städtekampagne unter dem Kampagnendach #realAustria in Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, Slowakei, Ungarn Rumänien, Polen und Großbritannien.
  • Neue Convention-Strategie auf 8 Säulen mit der Zielsetzung, den Sektor zu stabilisieren und Geschäftsmodelle anzupassen.
  • 30 % des Gesamtbudgets für Kommunikationsmaßnahmen im Bereich Städte und Convention.

Touristischer Arbeitsmarkt

  • Reform in der Arbeitslosenversicherung.
  • Blaue Karte (Ausweis für Vertriebene) bereits umgesetzt, um Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
  • Einmalige Bonuszahlung für Langzeit-Kurzarbeitende von 500 Euro ist seit 12. April bei der Buchhaltungsagentur des Bundes 2022 beantragbar.

Veranstalter-Schutzschirm

  • Der Veranstalterschutzschirm I und II stellt Planungssicherheit für Veranstaltungen bis 30. Juni 2023 dar.
  • Bislang rund 1.200 Fälle rund 345 Mio. Euro Zuschuss, vorrangig für kulturelle Veranstaltungen.
  • Schutzschirm I ist noch bis Anfang Juni 2022 und Schutzschirm II noch bis Ende April 2022 beantragbar.

 

Seit 16. April gibt es für den heimischen Tourismus keine Corona-Beschränkungen mehr, erklärte Köstinger weiter. Die 3G-Regel bei Veranstaltungen und in der Nachtgastronomie sowie die Maskenpflicht in Innenräumen sei in Österreich ganz gefallen. „Das ist ein wichtiger Schritt für unseren Tourismusstandort. Der internationale Reiseverkehr spielt eine wichtige Rolle für die Erholung des Städtetourismus“, so Köstinger.

Die Städtekampagne 2022 der Österreich-Werbung soll Gäste in die Städte bringen. Bild: Eines der vier Sujets ist eine Aufnahme aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Foto: OEW-Paul-Bauer
Die Städtekampagne 2022 der Österreich-Werbung soll Gäste in die Städte bringen. Bild: Eines der vier Sujets ist eine Aufnahme aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Foto: OEW-Paul-Bauer
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