KI und Medienkompetenz kommen in den Stundenplan

Die Regierung will durch die Änderung mehrerer Schulgesetze das österreichische Bildungssystem stärker auf digitale Kompetenzen wie KI ausrichten. Foto: iStock/StockPlanets

Die Regierung will durch die Änderung mehrerer Schulgesetze das österreichische Bildungssystem stärker auf digitale Kompetenzen ausrichten. Dadurch sollen neue Schwerpunkte bei Informatik, KI und Medienkompetenz geschaffen werden.

 

Das Thema wurde diese Woche im Bildungsausschuss des Nationalrats behandelt. ÖVP-Bildungssprecher und Generalsekretär Nico Marchetti sieht in den geplanten Maßnahmen einen „wichtigen Schritt gesetzt, um unser Bildungssystem zukunftsfit weiterzuentwickeln”. Geschaffen werden soll dadurch eine „einheitlichere und besser vergleichbare Bildungslandschaft”.

 

KI als Unterrichtsfach

Ein zentraler Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung des Pflichtgegenstands „Informatik” zu „Informatik und Künstliche Intelligenz” in der allgemeinbildenden höheren Schule. „Künstliche Intelligenz verändert unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt grundlegend. Es ist daher entscheidend, dass junge Menschen frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien lernen”, so Marchetti.

Zusätzlich wird mit „Medien und Demokratie” ein neuer Pflichtgegenstand in der AHS eingeführt. „In Zeiten von Desinformation und schnellen digitalen Veränderungen ist Medienkompetenz eine wesentliche Voraussetzung für eine starke Demokratie”, erklärte der Bildungssprecher. Schüler müssten lernen, „Informationen kritisch zu hinterfragen und sich sicher im digitalen Raum zu bewegen”.

 

Marchetti will “bestmögliche Voraussetzungen” für Schüler

Mit der Änderung des Pflichtschulabschluss-Prüfungs-Gesetzes soll laut Marchetti eine einheitliche und vergleichbare Bildungslandschaft beim Abschluss der achten Schulstufe geschaffen und Abschlüsse des zweiten Bildungsweges aktualisiert werden. Die Prüfungsgebiete der Pflichtschulabschluss-Prüfung würden im Einklang mit den Lehrplänen angepasst; „Digitale Grundbildung” werde als eigenes Prüfungsgebiet aufgenommen.

Sichergestellt werden soll zudem, dass ausreichend Vortragende sowie Prüfer für Vorbereitungslehrgänge zur Verfügung stehen. Durch eine Anpassung der Voraussetzungen werde der Kreis geeigneter Personen erweitert, um „ein verlässliches Angebot für alle Lernenden sicherzustellen”. „Bildung muss mit der Zeit gehen”, betont Marchetti mit Blick auf die KI. Mit den Maßnahmen stärke man digitale Kompetenzen, fördere demokratische Bildung und sorge dafür, dass alle Schüler „die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre Zukunft erhalten”.

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