Innenpolitik

Nehammer geht gegen Krisengewinner in Offensive

Sogenannte Zufallsgewinne von Unternehmen, an denen der Bunde beteiligt ist, möchte Kanzler Nehammer per Gesetz abschöpfen. Foto: BKA / Dragan Tatic / Logo Screenshots: OMV / Verbund / Post AG / A1 Telekom Austria

Bundeskanzler Karl Nehammer legt nach den Entlastungspaketen beim Thema Teuerung einen Gang zu und nimmt nun die „Krisengewinner“ ins Visier. Jene Firmen, an denen der Staat beteiligt ist und die aufgrund der Krise überproportional hohe Gewinne erzielen, möchte Nehammer mehr in die Pflicht nehmen.

 

Vorschlag in Ausarbeitung

Im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ bringt Bundeskanzler Karl Nehammer ein neues Gesetz ins Spiel, das eine Gewinnabschöpfung bei Krisengewinnern zum Ziel hat. Er habe bereits den Finanzminister und die Wirtschaftsministerin beauftragt, einen Vorschlag auszuarbeiten, meinte Nehammer im Interview.

 

Zufallsgewinne gehören auch dem Volk

„Ziel muss sein, darauf zu achten, dass, wenn Unternehmen mit Staatlicher Beteiligung große Gewinne erwirtschaften, die Eigentümer profitieren – und das sind am Ende die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“, so Nehammer, der hier auf ein neues Gesetz pocht. „Da braucht es ein neues Reglement“ mit Verweis auf die Zufallsgewinne der Unternehmen mit staatlicher Beteiligung, denn „die gehören dem Volk und nicht den Unternehmen alleine“, erklärt der Kanzler.

 

Finanzminister „Treuhänder des Steuergeldes“

Dem Vorwurf, den Finanzminister als Gewinner der Krise zu sehen, kann der Bundeskanzler nichts abgewinnen. Der Finanzminister sei nur „Treuhänder von Steuergeld“ meint Nehammer und betont, dass die Mehreinnahmen durch die Krise an den Staat als Gemeinschaft gingen und bisher bereits schon „viel Geld“ zurückgegeben wurde.

Sogenannte Zufallsgewinne von Unternehmen, an denen der Bunde beteiligt ist, möchte Kanzler Nehammer per Gesetz abschöpfen. Foto: BKA / Dragan Tatic / Logo Screenshots: OMV / Verbund / Post AG / A1 Telekom Austria
Sogenannte Zufallsgewinne von Unternehmen, an denen der Bunde beteiligt ist, möchte Kanzler Nehammer per Gesetz abschöpfen. Foto: BKA / Dragan Tatic / Logo Screenshots: OMV / Verbund / Post AG / A1 Telekom Austria
Das neue Modell der Aktivpension wird von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer verteidigt. Er kritisiert das Momentum Institut und spricht von einer "Neiddebatte". Foto: iStock/c-George

Linkes Institut schürt Neiddebatte bei Aktivpension – Hattmannsdorfer kritisiert Momentum Institut

Mit der Aufhebung des CO2-Speicherverbots sieht Wirtschaftsminister die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Foto: BKA/Florian Schrötter

CO2-Speicherung schafft Standortgarantie für Industriebetriebe

Die Sozialpartnerschaft sichert seit 80 Jahren ein gutes Miteinander zwischen Arbeitnehmerschaft und den Unternehmen. Die Politik würdigt diese Verdienste. Foto: istock/milanvirijevic

80 Jahre Sozialpartnerschaft: Minister würdigen „österreichische Erfolgsgeschichte”

ÖVP-General Markus Gstöttner kritisiert die Rede von FPÖ-Chef Herbert Kickl in Innsbruck. Foto: Jakob Glaser

Gstöttner kontert auf Kickls Demokratie-Kritik

Lokale Regenfälle haben in Österreich deutlich an Intensität gewonnen. Foto: iStock/kulkann

15 Prozent mehr Regen in kurzer Zeit: Studie mahnt zu besseren Hochwasserschutz

Ministerin Claudia Bauer und Stephan Marik-Lebeck (Statistik Austria) präsentierten die Ausgabe 2026 des Jahrbuchs "Migration und Integration". Foto: Bka / Regina Aigner

Claudia Bauer drängt auf Integration von Frauen aus Fluchtstaaten