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Totschnig lässt Klima-Desinformation untersuchen: „Oft Teil gezielter Kampagnen”
Das Umwelt- und Klimaministerium (BMLUK) lässt die Ausbreitung von Klima-Desinformation in Österreich und deren Auswirkungen wissenschaftlich untersuchen. Verzerrte und irreführende Informationen zum Wandel und zur Erderwärmung stellten „für die politischen Entscheidungsprozesse, öffentlichen Debatten und die gesellschaftliche Akzeptanz von Schutz- und Anpassungsmaßnahmen” ein wachsendes Problem dar, in Österreich wie weltweit.
Falschinformation „Teil gezielter Kampagnen“
„Falschinformation zum Klima wird nicht nur unabsichtlich verbreitet”, betont Umweltminister Norbert Totschnig in einer Aussendung. Sie sei „oft Teil gezielter Kampagnen, die darauf abzielen, unsere Sicherheit, Energieautonomie und Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen, unsere Gesellschaft zu polarisieren und Lösungen zu blockieren”. Die Studienergebnisse sollten helfen, „evidenzbasierte Schritte zu setzen, um diesem Risiko gezielt entgegenzuwirken”.
Desinformation als Klima-, Wirtschafts- und Sicherheitsrisiko
Gezielte Desinformationskampagnen würden Lösungen für eine „moderne, auf heimischer erneuerbarer Energie basierende umweltfreundliche Wirtschaft” untergraben und damit „ein Klima-, Wirtschafts- und Sicherheitsrisiko” darstellen, heißt es in der Mitteilung. Im Zentrum der Studie stehen die Fragen, auf welchen Plattformen sich die einschlägige Desinformation verbreitet, welche Akteure dahinterstehen und welche irreführenden Narrative gestreut werden.
Ministerium will faktenbasierte Informationen stärken
Österreich hat auf der Weltklimakonferenz COP 30 in Belém 2025 die „Initiative for Information Integrity on Climate Change” unterzeichnet. Neben der Studie setzt das Ministerium nach eigenen Angaben bereits Maßnahmen gegen die Desinformation – darunter qualitätsgesicherte Informationsangebote und Initiativen für eine verlässliche Kommunikation, die das Vertrauen in faktenbasierte Informationen stärken sollen.
Beauftragt wurde das internationale Institute for Strategic Dialogue (ISD), das nach eigenen Angaben über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Erforschung von Hassrede, Desinformation und Verschwörungserzählungen verfügt. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2027 vorgelegt werden.
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