Europas Sicherheit und gemeinsamer Markt im All

Vorteil für alle, die Navigation und Kommunikation via Satellit nutzen: Europa setzt neue Standards bei neuen Lizenzen ab 2027. Foto: pixelio / Martin Berk

In einer Entfernung von 160 bis 20.000 Kilometer umkreisen Satelliten die Erde und dienen der Kommunikation. Damit das weiterhin funktioniert, sichert die Europäische Union nun Frequenzen für Staat und Militär, einige weitere für die kommerzielle Nutzung. Vorteil für Konsumenten: Gemeinsame Standards.

 

Neue Lizenzen ab 2027

Die gegenwärtig geltenden Lizenzen dieser Frequenzen –  zwei aus den USA –  laufen aus, die neuen Lizenzen für Satellitendienste starten 2027.

Die Europäische Kommission hat nun einen Vorschlag für die Auswahl von Anbietern beschlossen, die dann ab 2027 das harmonisierte 2-GHz-MMS-Frequenzband nutzen können. Dieses bietet strategische Vorteile für Sicherheit und Verteidigung sowie für kommerzielle Nutzung. Zudem wird Highspeed-Internet in Gebieten ohne terrestrische Abdeckung möglich.

 

Grenzüberschreitende Angebote in Europa

Die Europäische Kommission will ein Drittel der Frequenzen für Regierungen und Militär, zwei Drittel für ökonomische Nutzung vergeben, etwa Direct-to-Device (D2D)-Dienste. Starlink von Elon Musk erweitert gerade sein Angebot dieser direkten und via Satellit vermittelte Info- und Kommunikationsdienste.

Die Kategorien und technischen Details werden vereinheitlicht. Damit sollen grenzüberschreitende Angebote und Dienste möglich sein, unabhängig von Typ und Hersteller etwa von Smartphones.

Das Ziel der Kommissions-Initiative: die digitale Souveränität – vor allem gegenüber den USA – zu stärken.

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