Kanzler Stocker kontert Trumps Plänen

Bundeskanzler Christian Stocker tritt den - geheimen - Plänen von US-Präsident Donald Trump entgegen: Österreich lässt sich nicht aus der EU herausbrechen.
Bundeskanzler Christian Stocker tritt den - geheimen - Plänen von US-Präsident Donald Trump entgegen: Österreich lässt sich nicht aus der EU herausbrechen.

Bundeskanzler Christian Stocker tritt den Überlegungen von US-Präsident Donald Trump entgegen: Die USA bleiben Partner, aber Österreich entscheidet über seine Angelegenheiten selbst und bleibt verlässliches Mitglied der Europäischen Union, sagte Stocker gegenüber der BILD.

 

Zwei Fassungen der US-Strategie

Aus den USA erreichten Europa zwei Versionen der US-Sicherheitsstrategie: Die kurz gefasste, veröffentlichte „National Security Strategy of the United States of America“ vom November 2025 und weiters Berichte des Portals „Defense One“ über eine nicht veröffentlichte längere Fassung der US-Sicherheitsstrategie. Darin wird überlegt, Europa zu spalten und einzelne Staaten – darunter Österreich – aus der EU herauszubrechen.

"Defense One" berichtet über Strategie von US-Präsident Donald Trump, die EU zu spalten

“Defense One” berichtet über Strategie von US-Präsident Donald Trump, die EU zu spalten

Wörtlich heißt es auf “Defense One” aus dem Trump-Papier: “Austria, Hungary, Italy, and Poland are listed as countries the U.S. should “work more with…with the goal of pulling them away from the [European Union].”

Der Plan von Trump, zusammen mit Italien, Österreich, Ungarn und Polen die EU zu zerlegen, löste in Europas Hauptstädten erhebliche Unruhe aus. Der deutschen BILD-Zeitung gab Bundeskanzler Christian Stocker ein Interview. Hier die Zitate:

Bundeskanzler Christian Stocker tritt den - geheimen - Plänen von US-Präsident Donald Trump entgegen: Österreich lässt sich nicht aus der EU herausbrechen. Bild: Screenshot bild.de

Österreich lässt sich nicht aus der EU herausbrechen. Bild: Screenshot bild.de

Kanzler Stocker in Zitaten

Bundeskanzler Stocker grundsätzlich zum Verhältnis zu den USA: „Die USA sind nicht nur unser strategischer Partner, sondern auch Österreichs zweitwichtigster Handelspartner. Ein funktionsfähiges, transatlantisches Verhältnis ist also sowohl für die USA als auch für uns von größtem Interesse.“

Zu Österreichs Souveränität: „Als souveräner Staat entscheidet Österreich selbst über seine Politik – getragen einzig vom Willen der Österreicherinnen und Österreicher.“

Ausdrücklich stellt sich Stocker, schreibt BILD, an die Seite der EU: „Besonders im heurigen Jubiläumsjahr, in dem sich der österreichische EU-Beitritt zum 30. Mal jährt, erinnern wir uns an die Erfolgsgeschichte EU, die Österreich in vielerlei Hinsicht geprägt und gestärkt hat. Wir sind und wir bleiben ein starker, verlässlicher und konstruktiver Partner in der Europäischen Union.“

Die Trump-Attacke sei „ein neuerlicher Weckruf“, so der Kanzler zu BILD. „Wir müssen in Europa unsere Sicherheit mehr denn je zuvor selbst in die Hand nehmen und in unsere Wehrhaftigkeit investieren, unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und Abhängigkeiten reduzieren.“

weitere Beiträge

Arbeit jenseits der Staatsgrenze wird durch eine zentrale Datendrehscheibe erleichtert, erklärten die Europa-Parlamentarierinnen Angelika Winzig und Sophia Kircher. Screenshot: Entsendeplattform

Arbeit jenseits der Staatsgrenze vereinfacht

Unternehmen mit Sitz in der EU brauchen dank entrümpelter Verpackungsverordnung nicht in allen Zielländern einen Repräsentanten. Foto: Imago, Sven Simon

Europa korrigiert seine Verpackungsverordnung

Ist mit dem aktuellen Vorschlag zum EU-Budget weiter nicht einverstanden: Bundeskanzler Christian Stocker beim EU-Gipfel in Brüssel. Foto: BKA/Florian Schrötter

Stocker bleibt hart: „Derzeitiger EU-Budgetvorschlag ist keine Basis für eine Einigung”

Kanzler Christian Stocker fordert, den Vorschlag der irischen Präsidentschaft für den EU-Finanzrahmen zu senken. Der EU-Gipfel berät diese Woche auch über die Urkaine und Sanktionen gegen Russland. (im Bild Irlands Außenministerin Helen McEntee und EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas). Foto: EU

Kanzler mit Rotstift im Gepäck zum EU-Gipfel