Kriege und Geopolitik lösen neue Dynamik für Europa aus

Die Kriege im Nahen und im Mittleren Osten sowie jener seit vier Jahren währende in der Ukraine haben schwerwiegende und weitreichende ökonomische Folgen für Europa. In der EU entsteht eine neue Dynamik, auch zugunsten der Erweiterung. Bild: Tomahawk-Abschuss auf der USS Delbert D. Black im März an einem nicht bekannt gegebenen Ort. Foto: US-Marine
Die Kriege im Nahen und im Mittleren Osten sowie jener seit vier Jahren währende in der Ukraine haben schwerwiegende und weitreichende ökonomische Folgen für Europa. In der EU entsteht eine neue Dynamik, auch zugunsten der Erweiterung. Bild: Tomahawk-Abschuss auf der USS Delbert D. Black im März an einem nicht bekannt gegebenen Ort. Foto: US-Marine

Die neuen Kriege im Nahen und Mittleren Osten sowie die Geopolitik lösen eine neue Dynamik für die Europäische Union aus. Drei Länder haben Chancen auf Beitritt noch vor 2030, sagt der Europa-Parlamentarier Reinhold Lopatka.

 

Forderungsbericht zur Erweiterung

Das Europäische Parlament nahm in seiner Plenarsitzung in Straßburg einen Forderungskatalog und einen Bericht zur Erweiterung an. Das bringt neuen Schwung und neue Perspektiven in die EU. Lopatka dazu: „Albanien, Montenegro und Island haben realistische Chancen, noch vor 2030 der Europäischen Union beizutreten. Das wäre ein schöner und notwendiger Erfolg nach einer langen Durststrecke seit dem Beitritt Kroatiens im Jahr 2013.“

 

Österreichs Interessen

Europa ist ohne die Staaten des Westbalkan nicht vollständig und gerade für Österreich hat die Erweiterung am Westbalkan großes Potenzial, sagte Lopatka. “Gerade am Westbalkan ist es auch in unserem eigenen Sicherheitsinteresse, dass wir diese Länder in Europa zu unseren Mitgliedern zählen können und sich nicht Einflüsse ausbreiten, die nicht unsere europäischen Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zum Ziel haben.”

Es geht zudem um die wirtschaftliche Perspektiven: Die Entwicklungen der Exporte in die Westbalkanländer zeigten fast durchwegs ein sehr dynamisches Wachstum der österreichischen Ausfuhren, das durch einen Beitritt der Partnerländer zur EU noch deutlich an Schwung gewinnen könnte.”

 

Kriege erfordern Unterstützung für Irans Bevölkerung

Zum Auftakt der Plenartagung debattierte das Europaparlament die Kriege und die Lage im Mittleren Osten und die Notwendigkeit der Unterstützung der Bevölkerung des Iran. Die Kriege haben auch in Island eine neue Beitrittsperspektive ausgelöst: „Erfreulich ist auch, dass Island offenbar wieder den Weg in Richtung Europäischer Union einschlägt“, sagt dazu Reinhold Lopatka.

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