Reitans Freitag: Durchatmen im Kindergarten

Die Waldfläche in Österreich erhöht sich jährlich. Foto: Forst&Land
Die Waldfläche in Österreich erhöht sich jährlich. Foto: Forst&Land

Für Naturschutz sind alle zu haben – aber es ist auch eine Frage der Vorgangsweise. Mit ihrem Solo hat Klimaministerin Leonore Gewessler Kritik, Klagen und Protest ausgelöst. Reitans Freitag – ein Kommentar zur Lage:

 

Durchatmen im Kindergarten

Die Analyse fällt für Europas Grüne äußerst fatal aus. Zu ihren Verlusten bei der Europawahl schreibt ein Brüsseler Korrespondent: „Die Grünen sind in Europa schwer unter Druck, ihre Kernanliegen im Abwind. Und die Wähler wenden sich ab.“

So ist es. Die Grünen verloren am 9. Juni in Europa und in Österreich an Stimmen und Mandaten.

In diesem Dilemma brüskieren Österreichs Grüne ihren Koalitionspartner ÖVP mit dem Ja zu einer EU-Verordnung. Doch als diese das rügt, heißt es, die ÖVP möge durchatmen und man sei hier nicht im Kindergarten.

Die Grünen liegen falsch. Ihre Klimaministerin spielt ein Solo gegen die Länder und gegen die Wirtschaft. Und dann vergreifen sich zwei grüne Minister gegenüber Regierungskollegen der ÖVP in Tonlage und Wortwahl.

Aber vielleicht haben sie Recht, nur andersrum, denn: Es sind die Grünen, die mit Öko-Paragrafen einen kindischen Bestemm betreiben wie im Kindergarten. Sie  sind es, die durchatmen sollten. Um dann zu erkennen, dass Gesetze kein Spielzeug sind. Mit dem sie herumwerfen können, weil sie wegen fataler Lage und Verlusten schlechte Laune haben.

 

Links zum Thema:

  • Gewessler löst Kritik, Anzeige und Forderungen aus: HIER
  • 30.000 Stimmen gegen ein Bürokratiemonster: HIER

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