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ÖVP drängt auf Reform von Wehr- und Zivildienst

Für Reform und Verlängerung des Wehr- und des Zivildienstes: Familienministerin Claudia Bauer und Generalsekretär Nico Marchetti. Foto: C. Lipinsky

Auf die Reform des Wehr- und des Zivildienstes drängen nun Familienministerin Claudia Bauer und Generalsekretär Nico Marchetti namens der Volkspartei. Die Konzepte liegen vor. Die anderen Parteien sollen sich entscheiden. Die Verlängerungen seien aus demografischen Gründen nötig.

 

Demografie macht Reform nötig

Wegen des Rückgangs an Geburten würden stets schwächere Jahrgänge an Burschen für den Wehr- und den Zivildienst zur Verfügung stehen. Zugleich nehme die Anzahl älterer Menschen erheblich zu, sagte Bauer unter Hinweis auf die enormen und unverzichtbaren Leistungen von Zivildienern im Sozial- und im Gesundheitswesen.

 

 

Claudia Bauer: Verlängerung des Zivildienstes ist aus demografischen Gründen nötig. Foto: Jakob Glaser

Claudia Bauer: Verlängerung des Zivildienstes ist aus demografischen Gründen nötig. Foto: J. Glaser

In Zahlen: Ab 2040 seien in Österreich mehr als halbe Million Personen zusätzlich im Alter von über 65 Jahren. Zugleich würden gegenüber dem jetzigen Stand von 15.000 Zivildienern jährlich dann rund 4.000 Zivildiener fehlen. Eine Verlängerung des Zivildienstes auf zwölf Monate könnte diese Entwicklung ausgleichen.

Die Verlängerung würde zudem eine Intensivierung der jeweiligen Ausbildungen von Zivildienern ermöglichen, die dann auch für den Arbeitsmarkt genutzt werden könnte, argumentierte Bauer.

Nico Marchetti: Soldatinnen und Soldaten benötigen mehr an Ausbildung. Foto: J. Glaser

Nico Marchetti: Soldatinnen und Soldaten benötigen mehr an Ausbildung. Foto: J. Glaser

Für Modell 8+2

Für die Verlängerung des Wehrdienstes wiederum sprechen die von der Reformkommission vorgelegten, ebenfalls auch demografischen Gründe. Zudem, so Marchetti, würden wegen neuer Formen an Bedrohungen – Stichwort Drohnen – auch die Anforderungen an die Ausbildung von Soldatinnen und Soldaten steigen. Daher sei die ÖVP für das von der Reformkommission vorgelegte Modell 8+2: Verlängerung des Wehrdienstes auf acht Monate und neuerliche Einführung der Milizübungen im Umfang von zwei Monaten.

Am 1. Mai, Tag der Arbeit, startet die ÖVP die Online-Plattform „Allianz für den Zivildienst“, kündigte Marchetti an. Damit könne man diese Initiativen unterstützen.

Für Reform und Verlängerung des Wehr- und des Zivildienstes: Familienministerin Claudia Bauer und Generalsekretär Nico Marchetti. Foto: C. Lipinsky
Für Reform und Verlängerung des Wehr- und des Zivildienstes: Familienministerin Claudia Bauer und Generalsekretär Nico Marchetti. Foto: C. Lipinsky
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