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Politischer Islam sorgt die Österreicher

Mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Bevölkerung Österreichs sorgt sich um die Integration und den politischen Islam, ergibt die repräsentative Umfrage „Integrationsbarometer“. Foto: istock/Dmytro Varavin

Der politische Islam und die Integration sind starke Sorgen der Österreicherinnen und Österreicher. Dies ist eines der Ergebnisse des aktuellen Integrationsbarometers. Ministerin  Claudia Plakolm kündigte Konsequenzen an: Integration ist Pflicht.

 

Angst vor Migrationsbewegung

Sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern geben an, sich häufig um die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern zu sorgen (61 %). Ebenso viele äußern laut Integrationsbarometer Sorgen über die Verbreitung des politischen Islams (60 %), mehr als die Hälfte über Konflikte zwischen verschiedenen Herkunftsgruppen (55 %). Die Angst vor einer erneuten starken Migrationsbewegung ist im Vergleich zur letzten Befragung leicht gesunken (45 %), bleibt jedoch ein relevanter Faktor. Im Zeitverlauf zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei Sorgen über wirtschaftliche Belastungen und das Gesundheitssystem.

 

Kritisch gegenüber Islam

Das gesellschaftliche Zusammenleben mit zugewanderten Personen wird von der Bevölkerung weiterhin differenziert wahrgenommen: 6 von 10 Befragten geben an, das Zusammenleben mit Zuwander/innen als eher oder sehr schlecht zu empfinden. Das Zusammenleben mit ukrainischen Vertriebenen wird von einer Mehrheit positiv bewertet (55 %), jenes mit Flüchtlingen und Muslim/innen hingegen deutlich kritischer (31 % bzw. 25% bewerten es als gut).

Als zentrale Herausforderungen im Zusammenleben nennen die Befragten den politischen Islam und Radikalisierung (55 %), mangelnde Deutschkenntnisse (53 %), Einstellungen gegenüber Frauen (51 %) sowie eine Ausnützung des Sozialsystems (51 %).

Bei der Präsentation der Ergebnisse am 18. Dezember im Bundeskanzleramt in Wien kündigte Integrationsministerin Claudia Plakolm an, noch stärker auf Integrationserfordernisse zu achten, siehe: Integration ist kein Angebot, sondern eine Pflicht

 

Zum Integrationsbarometer

Zum Integrationsbarometer des Österreichischen Integrationsfonds: 1.000 österreichische Staatsbürger/innen ab 16 Jahren wurden vom Institut Peter Hajek Public Opinion Strategies für das aktuelle Integrationsbarometer zu gesellschaftlichen Herausforderungen, Integration und Zusammenleben befragt. Die Befragungsreihe wird seit 2015 regelmäßig im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds ( ÖIF) durchgeführt und ist HIER abrufbar.

Mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Bevölkerung Österreichs sorgt sich um die Integration und den politischen Islam, ergibt die repräsentative Umfrage „Integrationsbarometer“. Foto: istock/Dmytro Varavin
Mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Bevölkerung Österreichs sorgt sich um die Integration und den politischen Islam, ergibt die repräsentative Umfrage „Integrationsbarometer“. Foto: istock/Dmytro Varavin
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