So geht Hochwasserschutz: 134 Mio. Euro für 514 Projekte

Info-Initiative für Schutz vor Hochwasser: Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK / Hemerka
Info-Initiative für Schutz vor Hochwasser: Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK / Hemerka

Vorsorge gegen Hochwasser und seine Folgen: Im vorigen Jahr wurden bei 514 Projekten speziell für Hochwasserschutz rund 134 Mio. Euro investiert, bilanziert Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig. Und er nennt die Beispiele.

 

Schutz hat Vorrang

Schutz von Personen und Siedlungen sowie der Infrastruktur bleiben Priorität der Wasserwirtschaft, sagt Totschnig. Vorsorge ist eine Investition in die Zukunft.

Im Jahr 2025 wurden Fördermittel in der Höhe von 338 Mio. Euro für Wasserinfrastruktur-Projekte bewilligt, davon 134,4 Mio. Euro speziell für Hochwasserschutzprojekte.

 

Gegen Hundertjährige Hochwasser

Ein starkes Beispiel für den Hochwasserschutz 2025 ist der Start des gemeindeübergreifenden Projekts an der Brixentaler Ache im Tiroler Unterland. Sieben Gemeinden sollen künftig vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt werden und mehr als 180 Gebäude sowie zentrale öffentliche Einrichtungen abgesichert.

Ein weiteres Großprojekt startete 2025 im oberösterreichischen Attergau. Große Retentionsbecken und ein Rückhaltevolumen von rund 700.000 m³ schützen künftig mehrere Gemeinden vor einem 100-jährlichen Hochwasser. Rund 850 Menschen und 286 Objekte profitieren von den neuen Maßnahmen.

 

Technik und Ökologie verbinden

Der Ausbau erfolgt im Rahmen des Aktionsprogramms „Zukunft Hochwasserschutz 2024+“, das Technik, Ökologie und Information verbindet. Ergänzend stärkt die Kampagne „Hochwasser – ich schütze mich!“ das Bewusstsein in der Bevölkerung.

 

Info für Eigenvorsorge

Da Eigenvorsorge bedeutsam ist, verweist Totschnig auf die Online-Plattformen Wasser.aktiv, HORA und eHYD: „Damit stellen wir der Bevölkerung, den Gemeinden und Einsatzorganisationen verlässliche, frei zugängliche Informationen zur Verfügung, von Gefahrenzonen bis hin zu aktuellen Wasserständen. Diese digitalen Werkzeuge verbessern die Planungssicherheit und helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Information und Prävention sind damit ein zentraler Bestandteil unseres integralen Ansatzes des Hochwasserrisikomanagements.“

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