Pensionen werden 2027 um knapp drei Prozent erhöht

Das Arbeiten über das Pensionsantrittsalter hinaus wird durch die Aktivpension finanziell deutlich attraktiver, kündigte ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger an. Foto: iStock/c-George

Die Bundesregierung hat am Donnerstag Pensionsanpassung für 2027 bekanntgegeben. Nach einem Gespräch im Bundeskanzleramt zwischen der Regierungsspitze und den Vertreterinnen vom Seniorenbund und des Pensionistenverbandes steht das Modell fest.

 

Kostenpunkt rund 2,4 Milliarden Euro

Demnach soll der Ausgleichszulagenrichtsatz von 1.308,39 Euro mit 3,3 Prozent angepasst werden. Alle Pensionen darüber bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro steigen um 2,95 Prozent. Pensionen über 6.930 Euro werden mit einem monatlichen Fixbetrag von 204,44 Euro angepasst. Der Kostenpunkt der Erhöhung beläuft sich auf rund 2,4 Milliarden Euro erhöht, wie aus einer Information des Bundeskanzleramtes hervorgeht.

 

Pensionserhöhungen insgesamt knapp unter Inflation

Die Pensionistenvertreterinnen hatten bei dem Gespräch erneut eine volle Inflationsabgeltung für alle Pensionen gefordert. Im Schnitt fällt die Einigung knapp unter der Inflation aus. Die Bundesregierung betonte, mit der vorgelegten Lösung eine Balance zwischen sozialer Absicherung, Generationengerechtigkeit und budgetärer Verantwortung zu schaffen. Insbesondere kleinere und mittlere Pensionen würden stärker abgesichert, ohne jene Pensionisten aus dem Blick zu verlieren, die über Jahrzehnte hohe Beiträge in das System eingezahlt haben.

Die budgetierten Konsolidierungsbeiträge im Bereich der Pensionsanpassung belaufen sich auf rund 280 Millionen Euro. Damit leisteten die Pensionisten laut Bundesregierung einen „maßvollen Beitrag zur gesamtstaatlichen Budgetsanierung”, ohne dass die Stabilität des Pensionssystems infrage gestellt werde.

 

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