Tourismus-Jobs sollen familienfreundlicher werden

Branche muss kinderfreundlicher werden: Kraus-Winkler. Foto: BKA / Andy Wenzel
Branche muss kinderfreundlicher werden: Kraus-Winkler. Foto: BKA / Andy Wenzel

Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler initiiert Konzepte um die Tourismusbranche familienfreundlicher zu gestalten. Kinderbetreuung sei ein besonders herausforderndes Handlungsfeld.

 

Rahmenbedingungen für Eltern verbessern

Vor allem die Kinderbetreuung für Mitarbeiter ist der Staatssekretärin ein besonderes Anliegen. Durch die neue Leuchtturmförderung sollen Regionen und Unternehmen motiviert werden, innovative Konzepte zur Kinderbetreuung zu erarbeiten und damit die Rahmenbedingungen für Eltern zu verbessern, eine Stelle im Tourismus anzunehmen.

“So unterstützen wir künftig Erwerbstätige, die aufgrund fehlender Kinderbetreuungsoptionen, aktuell nur einer Teilzeitbeschäftigung nachkommen können. Dies wirkt sich wiederum positiv auf den touristischen Arbeitsmarkt und den erhöhten Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus“, so Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler.

Vor allem in ländlichen Gebieten gäbe es noch zu wenige Kinderbetreuungsangebote, daher liege die Verantwortung oft bei der Familie. Da im Tourismus vergleichsweise sehr viele Frauen arbeiten, brauche es hier unbedingt Maßnahmen um diese zu entlasten.

 

Leuchtturmförderung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die neue Leuchtturmförderung soll erste Maßnahmen für erweiterte Kinderbetreuungsangebote unterstützen: Die Förderung von innovativen Konzepten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht mit 21.11.2022 durch die Veröffentlichung des Projektaufrufes in Umsetzung. Bis zum 1. März 2023 sind Einreichungen bei der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank möglich.

Gefördert werden die mit der Erarbeitung des Konzeptes verbundenen Sachkosten, welche zumindest 75.000 Euro betragen. Der Fördersatz beträgt 70 Prozent der förderbaren Kosten, bei maximal 200.000 Euro Zuschuss pro Projekt. Das zur Verfügung stehende Budget beträgt zwei Millionen Euro und setzt sich aus EU-Mittel und Tourismusförderungsmittel des Bundes zusammen.

Die aktuellen Bedingungen am touristischen Arbeitsmarkt erfordern attraktive Beschäftigungsangebote, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an einen Betrieb zu binden und Abwanderung in andere Branchen zu minimieren. „Der Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes ist ein wichtiger Hebel, um den Tourismus als Arbeitgeber weiter zu attraktivieren“, so Kraus-Winkler.

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