Nach der Dürre: Hohe Wasserentnahme wird registriert

Die Entnahme hoher Mengen an Grundwasser wird ab 2029 registriert, kündigt Umweltminister Norbert Totschnig (mit Abg. Michael Bernhard und Abg. Julia Herr) an. Foto: MLUK Rene Hemerka

Ein hoher Entnahme von Grundwasser wird künftig gemessen und registriert, kündigt Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig an. Der Entwurf für die Verordnung zum Register der Wasserentnahme wird jetzt begutachtet. Die Pflicht zur Registrierung größerer Mengen an Grundwassers beginnt mit 1. Juli 2029.

Maßgeblich für die Pflicht zur Registrierung sind die bewilligten Mengen an Entnahmen und die festgelegten Schwellenwerte. Kleine Entnahmen, etwa aus üblichen Haus- und Hofbrunnen, sind davon nicht erfasst.

Bund, Länder und Gemeinden legen in den nächsten Monaten ein Register an, in dem alle Stellen und Unternehmen erfasst werden, die eine Genehmigung zur Entnahme von Grundwasser haben. Deren Entnahmen werden ab 2029 erfasst und aufgezeichnet. Ab 2032 werden auch hohe Entnahmen an Oberflächenwasser registriert.

 

Wasser registriert, um es zu sichern

Zur Begründung des neuen Registers sagte Minister Totschnig im gemeinsamen Pressegespräch mit Michael Bernhard (Neos) und Juli Herr (SPÖ): „Der Klimawandel verändert unseren Wasserhaushalt, deshalb müssen wir wissen, wo und wie viel Wasser gebraucht wird. Mit dem Wasserentnahmeregister schaffen wir erstmals eine präzise Datengrundlage für eine langfristige und zukunftsfitte Ressourcenplanung. So können wir Nutzungskonflikte frühzeitig erkennen, unsere wertvollen Wasserressourcen sichern und die Wasserversorgung für Bevölkerung, Landwirtschaft, Wirtschaft und unsere Ökosysteme auch für die kommenden Jahrzehnte gewährleisten.“

weitere Beiträge

Österreich setzt weiter auf den Ausbau von Wasserstoff. Foto: istock/Mesh Cube

Bis zu 200 Millionen Euro: Österreich setzt bei der Europäischen Wasserstoffbank nach

Künstliche Intelligenz wird Arbeit ersetzen – doch ein verantwortungsvoller Einsatz von KI soll in der neuen Strategie entworfen werden. Pixabay/Chatura Nuranda

Pröll treibt KI-Strategie voran – und drängt auf globalen Dialog

"Haft in der Heimat" soll in Zukunft möglich sein. Die Regierung schickt eine Gesetzesnovelle auf den parlamentarischen Weg. Foto: iStock/Elmar Gubisch

„Haft in der Heimat” als essenzieller Teil eines harten und gerechten Asylsystems

Die neue Spritpreisbremse gilt für Oktober und November. Foto: Pixabay / Andreas

Neue Spritpreisbremse gegen Trumpflation