Wöginger: „Aktion 55+“ schafft Chancen

Österreich hat eine hohe Steuerquote, eine Erbschaftssteuer wird von der ÖVP strikt abgelehnt. Foto: Imago/imagebroker
Österreich hat eine hohe Steuerquote, eine Erbschaftssteuer wird von der ÖVP strikt abgelehnt. Foto: Imago/imagebroker

„Die ‚Aktion 55+‘ schafft mehr Chancen für ältere Menschen auf dem Arbeitsmarkt“, sagt ÖVP-Klubobmann und Sozialsprecher August Wöginger. Konkret werden 50 Mio. Euro bereitgestellt, um 3.000 bis 6.000 Arbeitsplätze für ältere Arbeitslose zu schaffen.

 

Ältere Arbeitslose zurück in den Job

Neue berufliche Perspektiven für ältere Arbeitslose sind ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft und die Wirtschaft gleichermaßen, sagte Wöginger zur arbeitsmarktpolitischen Initiative von Arbeitsministerin Korinna Schumann. Das wesentliche Ziel sei es, ältere Arbeitslose beim Wiedereintritt in die Erwerbstätigkeit zu unterstützen und die Langzeitarbeitslosigkeit im fortgeschrittenen Alter einzudämmen.

„Wir sprechen hier von einer nicht unbedeutenden Anzahl an Menschen. Denn die Altersgruppe über 55 Jahren hat bis Ende des Jahres 2025 insgesamt rund 710.000 unselbständig Beschäftigte ausgemacht – und diese Gruppe wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen“, verweist der Sozialsprecher der Volkspartei auf die demoskopischen Herausforderungen.

Begrüßt "Aktion 55+": ÖVP-Sozialsprecher und Klubobmann August Wöginger. Foto: Jakob Glaser

Begrüßt “Aktion 55+”: ÖVP-Sozialsprecher und Klubobmann August Wöginger. Foto: Jakob Glaser

Aktion mit 50 Mio, Euro dotiert

Ab heuer werden im Zuge der „Aktion 55+“ jährlich 50 Millionen Euro bereitgestellt, mit denen zwischen 3.000 und 6.000 Arbeitsplätze für ältere Arbeitslose mit einer kollektivvertraglichen Entlohnung geschaffen werden sollen.

Wöginger dazu: „Im Rahmen der ‚Aktion 55+‘ werden verschiedene Instrumente der Arbeitsmarktpolitik eingesetzt, damit für Betroffenen die bestmögliche Unterstützung und individuelle Lösungen gefunden werden können.“

 

Wirksamkeit sichern

Von den geförderten Arbeitsplätzen sollen etwa 60 Prozent in sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen Projekten entstehen, die restlichen 40 Prozent über Eingliederungsbeihilfen wie finanzielle Zuschüsse zu Lohn- und Lohnnebenkosten. „Damit Effizienz und Treffsicherheit gewährleistet werden können, wird es außerdem eine begleitende Beratung und Betreuung geben, ebenso wie ein individualisiertes Matchingverfahren“, unterstreicht Wöginger.

Ab 2027 wird überdies das Maßnahmen-Paket zur Attraktivierung von Arbeiten im Alter greifen, mit 100 Millionen Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik sowie einem jährlichen Steuer-Freibetrag von 15.000 Euro für Zuverdienste im Ruhestand, gab Wöginger bekannt.

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