Pflegelehre startet 2023

Mit 2023 startet die Pflegelehre. Sie ist Teil der umfassenden Pflegereform und soll dem Personalmangel in der Pflege entgegenwirken. Foto: iStock / sturti
Die neue Pflegelehre ist Teil der Pflegereform, startet 2023 und bietet neue Perspektiven. Foto: iStock / sturti

Trotz eines Beschäftigungshochs im österreichischen Gesundheitsbereich fehlen immer noch Pflegerinnen und Pfleger. Insgesamt gibt es 7.606 offene Stellen in diesem Bereich. Dem will die Bundesregierung mit der Pflegereform entgegensteuern. Die beinhaltet auch die Pflegelehre. 

 

Pilotprojekt in Vorarlberg

Fast jeder zweite Jugendliche in Vorarlberg macht eine Lehre. Daher gab es schon 2020 erste Gespräche zur Einführung einer Pflegelehre. Besonders in Vorarlberg gab es für dieses Projekt sehr viel Zuspruch, allen voran von der Firma Aqua Mühle.

Nun soll eine Lehrausbildung für Pflegeassistenzberufe, die sog. Pflegelehre, starten. Dabei können sich die Lehrlinge entweder für die dreijährige Lehre zur Pflegeassistenz oder für die vierjährige Lehre zur Pflegefachassistenz entscheiden. Während dieser Ausbildung, die mit Herbst 2023 startet, sollen die angehenden Pfleger bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet werden. „Die genauen Inhalte der beiden Lehren werden zurzeit in enger Absprache mit den Sozialpartnern und dem Gesundheitsministerium erarbeitet“, so Arbeitsminister Martin Kocher. Dies betreffe etwa die Entwicklung des Berufsbildes oder die Ausbildungsinhalte.

 

Im 4. Lehrjahr mindestens 1.500 €

Anders als bei einer rein schulischen Ausbildung, hat die Lehre den Vorteil, dass man ab dem ersten Lehrtag dafür bezahlt wird. Nun soll ein weiterer Anreiz dafür geschaffen werden, im Pflegebereich eine Lehre zu machen: „Die Lehrlinge sollen im 4. Lehrjahr ein Mindesteinkommen von € 1.500 bekommen“, so Kocher.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die beiden Lehren absolut durchlässig gestaltet werden sollen. Das bedeutet, dass bei Absolvierung der Lehre zum Pflegeassistenten der Lehrling nach Lehrabschluss in die Lehre zum Pflegefachassistenten wechseln kann, ohne ein Jahr zu verlieren. Also eine wechselseitige volle Anrechnung der drei Lehrjahre. Genauso können demnach Lehrlinge der Pflegefachassistenz nach dem dritten Lehrjahr die Lehrabschlussprüfung zur Pflegeassistenz machen.

Auch Kritik wurde von Arbeitsminister Kocher berücksichtigt: „Viele Personen stehen der Pflegelehre kritisch gegenüber. Diese Kritik haben wir berücksichtigt. Für Tätigkeiten an der Patientin oder am Patienten wird ein Mindestalter von 17 Jahren eingehalten.

 

Alle Infos zur Pflegereform, bei der die SPÖ nicht mitgestimmt hat, findet ihr HIER.

 

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