Transparenzbericht bringt Licht in Lebensmittelpreise

Konsumenten können nun regelmäßig die Preisentwicklung bei Lebensmitteln einsehen. der Lebensmittel-Transprenzbericht gibt wurde erstmals präsentiert. Foto: istock/LordHenriVoton
Konsumenten können nun regelmäßig die Preisentwicklung bei Lebensmitteln einsehen. Der Lebensmittel-Transparenzbericht wurde erstmals präsentiert. Foto: istock/LordHenriVoton

Auch die Lebensmittelpreise haben in den vergangenen Monaten aufgrund der Teuerung zugelegt. Um mehr Transparenz zu schaffen und die Preisentwicklung übersichtlicher darzustellen, wurde von der Regierung ein Gesetz zur Lebensmittel-Transparenz beschlossen. Am Mittwoch wurde von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig der Lebensmittel-Transparenzbericht vorgelegt.

 

Mit dem Bericht soll regelmäßig die Wertschöpfungskette bei Lebensmitteln transparenter dargestellt werden. „Leistbare, heimische und hochqualitative Lebensmittel sind für uns alle unverzichtbar”, erklärt Totschnig.

Die Inflation bei Lebensmitteln liegt in Österreich zwar im unteren EU-Drittel, dennoch bereitet der Lebensmitteleinkauf armutsgefährdeten Menschen Sorgen, so Totschnig. Um für Konsumentinnen und Konsumenten transparenter zu machen, ob sinkende Einkaufspreise auch weitergegeben werden, soll der Lebensmittel-Transparenzbericht Licht ins Dunkel bringen.

Transparenz ist eine der Anti-Teuerungsmaßnahmen der Bundesregierung.

 

“Wirksamer Hebel für leistbare Lebensmittel”

Grundlage des Berichts bilden 22 Produkte. Der Lebensmittel-Transparenzbericht stellt dar, zu welchen Einkaufspreisen der Lebensmittelhandel diese Produkte einkauft und ob sinkende Einkaufspreise auch tatsächlich bei den Konsumenten ankommen.

Damit wird eine Transparenz-Lücke geschlossen. Denn, so Totschnig:

„Neben Transparenz, Wettbewerb und Entlastungen ist eine starke heimische Lebensmittelproduktion ein wirksamer Hebel für leistbare Lebensmittel.”

Daher brauche es ein Bekenntnis zur heimischen Lebensmittelproduktion von allen Akteuren in der Wertschöpfungskette.

“Überzogene Auflagen und Produktionseinschränkungen können zu einem geringeren Angebot und höheren Preisen führen. Deshalb werden wir alles daransetzen, unsere eigene Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten“, ergänzt Totschnig in einer Medienmitteilung des Ministeriums.

 

Eckpunkte des Transparenzberichts

  • Da der Lebensmitteleinzelhandel ein wichtiges Bindeglied zwischen Erzeuger- und Verbraucherseite darstellt, werden im Lebensmittel-Transparenzbericht die Einkaufspreise des Lebensmittelhandels für 22 definierte Produkte durch die Agrarmarkt Austria (AMA) veröffentlicht.
  • Grundlage für die Veröffentlichung bildet die Agrarmarkttransparenzverordnung, gemäß dieser Verordnung sind Lebensmitteleinzelhändler mit mindestens 100 Filialen meldepflichtig.
  • Der Bericht wird monatlich unter https://www.ama.at/marktinformationen/aktuelle-marktinformationenveröffentlicht.
  • Eine Evaluierung des Lebensmittel-Transparenzberichts ist für Herbst 2023 geplant.

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