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Innenministerium baut Einsatztraining der Polizei aus
Das Innenministerium setzt den Ausbau der Einsatztrainingszentren in ganz Österreich fort. Ziel ist eine weitere Professionalisierung des Trainingskonzepts und die Schaffung einheitlicher Trainingsbedingungen für unterschiedlichste Einsatzlagen. Langfristig soll es in jedem Bundesland ein zentrales Einsatztrainingszentrum geben.
„Polizistinnen und Polizisten müssen auf viele unterschiedliche Einsatzlagen vorbereitet sein“, so Innenminister Gerhard Karner. Der Ausbau und die Modernisierung der Zentren seien „wichtig für die Sicherheit der Polizistinnen und Polizisten und der Bevölkerung“.
Von Stegenwald bis St. Michael
Den Anfang machte 2013 das Einsatztrainingszentrum Stegenwald in Salzburg. Seither kamen weitere moderne Zentren hinzu: in Wagna (Steiermark, Mai 2019), Sattledt (Oberösterreich, Jänner 2021), Koblach (Vorarlberg, März 2021), Traiskirchen (Niederösterreich, März 2022), Süßenbrunn (Wien, April 2022) – dieses mit einer 100-Meter-Außenschießanlage, Eisenstadt (Burgenland, September 2023) sowie zuletzt St. Michael in der Obersteiermark im Juni 2025.
Polizei mit vielfältigen Trainingsmethoden
Das einheitliche Konzept sieht regelmäßig geblockte Trainingstage vor, an denen alle einsatzrelevanten Fähigkeiten geübt werden und zwar in den drei Bereichen Einsatztaktik, Einsatztechnik und Schießausbildung. Trainiert werden realitätsnahe Szenarien wie das Vorgehen in Gebäuden oder das Training mit FX-Farbmunition ebenso wie das Schießen mit scharfer Munition. Alle Zentren sind nach aktuellem Stand der Technik ausgestattet, unter anderem mit digitalen Ziel- und Treffererkennungssystemen sowie Multifunktionshallen für das koordinierte Vorgehen geschlossener Einheiten bei Großveranstaltungen.
Weitere Standorte in Umsetzung
Der Ausbau wird fortgesetzt: Das Einsatztrainingszentrum Innsbruck entsteht im Rahmen des neuen Sicherheitszentrums und soll 2026 fertiggestellt werden, jenes in Absam (Tirol) 2029. Parallel laufen Planungen für neue Standorte und Erweiterungen in Koblach, St. Pölten, Salzburg und Kärnten. Schon in der Grundausbildung sowie mehrmals jährlich danach müssen verpflichtende Trainingseinheiten in allen Bereichen absolviert werden.
Zahl der Verletzten auf vergleichbarem Niveau
2025 wurden 2.976 Polizistinnen und Polizisten im Dienst verletzt, davon 1.463 durch fremde Gewalt. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber 2024 (2.581 Verletzte, davon 1.132 durch fremde Gewalt). Das Ministerium verweist zugleich auf den aktuellen Personalhöchststand – noch nie habe es so viele Polizisten in Österreich gegeben – sowie auf eine leicht steigende Zahl an Einsätzen. Gemessen daran entfielen 2025 auf 1.000 Polizeieinsätze im Schnitt rund 2,1 verletzte Beamte, nach 1,9 im Jahr 2024.





