Sicherheitszentrum Tirol in Vollbetrieb: 19 Polizeieinheiten unter einem Dach
In Innsbruck ist das neue Sicherheitszentrum Tirol vollständig in Betrieb gegangen. Innenminister Gerhard Karner, Landeshauptmann Anton Mattle und Landespolizeidirektor Helmut Tomac sprechen von einem historischen Meilenstein.
Innenminister Gerhard Karner besuchte gemeinsam mit Tirols Landeshauptmann Anton Mattle am Dienstag zwei Sicherheitsprojekte im Land. Im Mittelpunkt stand die Inbetriebnahme des neuen Sicherheitszentrums Tirol in Innsbruck, das alle zentralen Dienststellen der Landespolizeidirektion Tirol und des Innenministeriums unter einem Dach zusammenführt. Am Nachmittag folgte die feierliche Eröffnung der neuen Polizeiinspektion Jenbach am Südtiroler Platz, bei der auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher anwesend war.
Investitionen in Tirols Sicherheit
„Wir investieren auch weiterhin in die Sicherheit. Ausreichend und gut ausgebildete Polizistinnen und Polizisten und eine moderne Ausstattung bilden das Rückgrat für die Sicherheitsarbeit in unserem Land”, betonte Karner in einer Aussendung, der persönlich nach Tirol kam, um die Inbetriebnahme des Sicherheitszentrums vorzunehmen.
Mattle „Herzstück der polizeilichen Sicherheit in Tirol”
Für Landeshauptmann Mattle muss Sicherheit „sichtbar und spürbar sein”. Das neue Zentrum sei „eine bauliche Zentrale und künftig das Herzstück der polizeilichen Sicherheit in Tirol”, stehe aber stellvertretend für die vielen Polizistinnen und Polizisten im Land, denen Respekt und Dank gebührten. Durch ihre tägliche Arbeit gelte Tirol als eine der sichersten Regionen der Welt. Das Sicherheitszentrum werde einen wichtigen Beitrag leisten, damit die Polizeiarbeit unter modernsten und professionellsten Bedingungen stattfinden könne. Sein Dank für die Umsetzung gelte insbesondere Innenminister Karner und Landespolizeidirektor Tomac.
56.000 Quadratmeter Fläche
Das Sicherheitszentrum besteht aus mehreren Gebäuden, in denen auf über 56.000 Quadratmetern 19 Polizei- und Organisationseinheiten untergebracht sind. Damit sind alle zentralen Dienststellen der Landespolizeidirektion Tirol und des Innenministeriums vereint. Nach der schrittweisen Inbetriebnahme in den vergangenen beiden Jahren nimmt der Standort mit Oktober 2026 den vollständigen Betrieb auf.
Mit der Vollinbetriebnahme würden die Kräfte von 19 Organisationsteilen sowie vier neuen Einrichtungen an einem Standort gebündelt, erläuterte Landespolizeidirektor Tomac. Die enge Zusammenarbeit und die moderne Infrastruktur würden „wertvolle Synergien und optimale Voraussetzungen für eine leistungsfähige Polizeiarbeit” schaffen. Zugleich erden auch die Bürgerinnen und Bürger von kurzen Wegen in zentraler Lage profitieren: Täglich würden hier mehr als 200 Menschen bei ihren behördlichen Anliegen betreut.
Errichtet wurde das Sicherheitszentrum von der ARE Austrian Real Estate. Nach Abschluss der umfassenden Sanierung von zwei Bestandsgebäuden sei der Standort mit insgesamt 56.500 Quadratmetern nach rund fünf Jahren Bauzeit fertiggestellt und seit kurzem in Vollbetrieb, sagte ARE-Geschäftsführerin Christine Dornaus. Die offizielle Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür für die Bevölkerung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Neue Polizeiinspektion Jenbach eröffnet
Am Nachmittag wurde die neue Polizeiinspektion Jenbach samt neu gestaltetem Südtiroler Platz feierlich eröffnet. Neben Karner und Mattle nahmen zahlreiche Ehrengäste teil, allen voran Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landespolizeidirektor Tomac und Dietmar Härting, Vorstand der gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Frieden”.
In der Inspektion versehen 20 Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst. Die Nutzfläche hat sich gegenüber der alten Dienststelle auf rund 420 Quadratmeter beinahe verdoppelt. Im Zuge des Festakts wurde zudem das Südtiroler Aussiedler-Denkmal am neu gestalteten Platz enthüllt und gesegnet. „Dieser Stein erinnert an eine schwere Zeit. Deshalb ist es umso schöner, dass wir heute diesen festlichen Anlass in einem gemeinsamen Europa in unserer Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino feiern können”, sagte Kompatscher.