„Vom Prototyp zur Anwendung”: Pröll bindet beim Public-AI-Hackathon erstmals Start-ups ein
Am 5. und 6. Oktober fand in der AI Factory Austria der zweite Public-AI-Hackathon statt. Gemeinsam mit der AI Factory Austria und AI Austria brachte das Bundeskanzleramt Studierende, Start-ups, GovTech-Unternehmen sowie Experten aus der Verwaltung zusammen, um in interdisziplinären Teams an fünf konkreten Herausforderungen zu arbeiten. Erstmals wurden gezielt Start-ups aus dem GovTech-Bereich eingebunden.
Pröll will Service für Bürger verbessern
„Mir ist es wichtig, Digitalisierung mit Mehrwert zu schaffen”, so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll. Mit dem Hackathon wolle man „einerseits Talente fördern und andererseits wertvolle Inputs von außen in Verwaltungslösungen integrieren”. Aus guten Ideen sollten „konkrete Lösungen entstehen, die Abläufe vereinfachen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten und Services für Bürgerinnen und Bürger verbessern”.
Weiterentwicklung aus der ersten Runde
Bereits beim ersten Public-AI-Hackathon im Mai entstanden innerhalb von 48 Stunden Prototypen, darunter eine intelligentere Suche für data.gv.at, ein Förderkompass auf Basis von mehr als 1.700 Förderprogrammen sowie ein Pilot zur Unterstützung bei der Transkription von Sitzungen. Mehrere dieser Lösungen würden derzeit weiterentwickelt und auf ihren Einsatz im Verwaltungsalltag geprüft. Auch die Ergebnisse der zweiten Ausgabe sollen gemeinsam mit den Fachverantwortlichen aus Bundeskanzleramt und Bundesrechenzentrum (BRZ) auf ihre Anwendbarkeit geprüft und geeignete Ansätze weiterverfolgt werden.
Fünf Challenges
Die fünf Aufgabenstellungen greifen konkrete Herausforderungen der Verwaltung auf: Ein KI-gestützter digitaler Assistent soll Bürger dabei unterstützen, Verwaltungsleistungen einfacher, sicher und barrierefrei zu nutzen. Ein digitales Fahrtenbuch soll bislang papierbasierte Abläufe vereinfachen. Eine weitere Challenge untersucht, wie umfangreiche Förderanträge mithilfe von KI strukturiert aufbereitet werden können, damit Auswahlgremien schneller zu fundierten Entscheidungen kommen. Im Bereich der Arbeitsinspektion geht es darum, Arbeitszeitaufzeichnungen automatisiert zu analysieren und mögliche Verstöße schneller zu erkennen. Die fünfte Aufgabe widmet sich der Frage, wie parlamentarisches Wissen mit KI besser erschlossen und verschlagwortet werden kann.
Der Hackathon ist Teil der Public-AI-Initiative des Bundeskanzleramts. Die zweite Ausgabe sei „bewusst breiter aufgestellt”, heißt es in einer Aussendung: Ziel sei es, technologische Expertise früh mit dem Prozesswissen der Verwaltung zu verbinden und so „die Chancen auf tatsächlich umsetzbare Lösungen zu erhöhen”.
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