Österreichs Wirtschaft wächst wieder leicht
Nach dem Rückgang im zweiten Quartal ist die österreichische Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2026 laut WIFO-Schnellschätzung real um 0,2 Prozent gewachsen. Impulse kamen von Dienstleistungen, Investitionen und Außenhandel, die Bauwirtschaft blieb schwach.
Plus 0,6 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2025
Die österreichische Wirtschaftsleistung ist laut aktueller Schnellschätzung des WIFO im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal real um 0,2 Prozent gestiegen. Damit wurde nach dem Rückgang im zweiten Quartal wieder ein leichtes Wachstum verzeichnet. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von 0,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2025.
Die konjunkturelle Erholung setzte sich damit nach einer Unterbrechung im zweiten Quartal 2026 (-0,1 Prozent nach +0,3 Prozent im ersten Quartal) fort. Die Wertschöpfung in der Industrie stagnierte im Quartalsvergleich nahezu. In der Bauwirtschaft hielt die schwache Dynamik an, die Wertschöpfung ging leicht zurück (-0,2 Prozent), wie das Institut am Freitag bekanntgab.
Die Zahlen im Detail
Die Dienstleistungen entwickelten sich heterogen. Während die Wertschöpfung in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen stagnierte (-0,1 Prozent), wirkten die Bereiche Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen sowie Grundstücks- und Wohnungswesen dynamischer (+0,9 Prozent). Im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie expandierte die Wertschöpfung leicht (+0,2 Prozent).
Spiegelbildlich zu den konsumnahen Dienstleistungen verlief auch die private Konsumnachfrage zögerlich (±0,0 Prozent), der öffentliche Konsum zeigte sich zuletzt schwächer (-0,2 Prozent). Die Bruttoanlageinvestitionen wurden hingegen gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent ausgeweitet. Auch der Außenhandel lieferte leicht positive Impulse: Die Exporte stiegen im Vorquartalsvergleich um 0,3 Prozent, die Importe gingen um 0,2 Prozent zurück.