Pöttinger wirbt um Mehrheit für neue Photovoltaik-Förderung

Am 8. Oktober beginnt die letzte Runde alter PV-Förderung, dann folgt eine neue mit Fokus auf Speicher. ÖVP-Energiesprecher Laurenz Pöttinger wirbt jetzt um eine breite parlamentarische Mehrheit. Bild: Screenshot Startseite EAG
Am 8. Oktober beginnt die letzte Runde alter PV-Förderung, dann folgt eine neue mit Fokus auf Speicher. ÖVP-Energiesprecher Laurenz Pöttinger wirbt jetzt um eine breite parlamentarische Mehrheit. Bild: Screenshot Startseite EAG

ÖVP-Energiesprecher Laurenz Pöttinger wirbt um eine breite parlamentarische Mehrheit für die neue Ausrichtung der Förderung von Photovoltaik: Der Fokus wird auf Speicher umgestellt. Die bisherige Förderung geht am 8. Oktober in die letzte Runde.

 

Die neue Förderung nach dem Gesetz für Ausbau Erneuerbarer Energie (EAG) stellt Speicher und Planungssicherheit in den Mittelpunkt, sagt Pöttinger: „Die neue Ausrichtung der mit dem Fokus auf Speicher ist ein richtiger Schritt.“

Konkret soll die klassische PV-Investitionsförderung künftig durch einen gezielten Speichersystembonus ersetzt werden. Gefördert werden sollen sowohl Speichersysteme für neue PV-Anlagen als auch die Nachrüstung bestehender Anlagen.

 

Intelligente Systeme sind Bedingung

Voraussetzung ist ein intelligentes Energiemanagementsystem, das den Speicher nach klar definierten Kriterien netz- und systemdienlich betreibt. „Es geht künftig nicht mehr nur darum, möglichst viel Sonnenstrom zu produzieren, sondern diesen Strom intelligent zu nutzen: Er soll gespeichert, verbraucht oder ins Netz eingespeist werden, wenn er im Energiesystem benötigt wird“, so Pöttinger. Gleichzeitig sollen die europäische Wertschöpfung gestärkt und durch die stärkere Ausrichtung auf Speicher und Energiemanagement Systemkosten gedämpft werden.

 

Neue Chancen für bestehende Anlagen

Auch die Förderabwicklung soll grundlegend geändert werden. „Anstelle einzelner Fördercalls in einer auf Sekunden begrenzten Zeitspanne soll in Zukunft ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell nach der Fertigstellung des Projektes gelten. Das schafft Planungssicherheit und gleichzeitig eine konstantere Auftragslage für Installationsbetriebe und PV-Dienstleister. Auch Projekte mit intelligentem Speicher, die 2026 keine EAG-Förderung erhalten haben und ab 1. November 2026 abgerechnet beziehungsweise in Betrieb genommen werden, sollen 2027 im neuen System umfasst sein“, hält Pöttinger fest.

 

Pöttinger wirbt jetzt um Mehrheit im Nationalrat

Für die notwendige Änderung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes ist eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat erforderlich, so der ÖVP-Energiesprecher, der abschließend sagt: „Der breite Konsens mit der Branche ist eine wichtige Grundlage. Jetzt braucht es auch eine breite parlamentarische Mehrheit, damit die neue, planbarere und stärker auf die Integration von Sonnenstrom ins Energiesystem ausgerichtete Förderlogik ab 2027 auch umgesetzt werden kann. Und für diese Mehrheit und Unterstützung werben wir.“

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