Arbeitslosengeld: Nächster Schritt für kürzere Behördenwege

Arbeitslosengeld ... .
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Jetzt wird der nächste Schritt für kürzere Behördenwege gesetzt: Der elektronisch gestellte Antrag auf Arbeitslosengeld erhält Vorrang. Der Entwurf für diese neue gesetzliche Regelung ist in Begutachtung – und bietet Vorteile, sagt Arbeitsminister Martin Kocher.

 

Arbeitslosengeld online

Aktuell können arbeitssuchende Personen das Arbeitslosengeld auf zwei Arten beantragen: online über das eAMS-Konto oder persönlich in jeder regionalen Geschäftsstelle des AMS. Diese Formen des Antrags werden weiter digitalisiert und Behördenwege vermindert: Der elektronische Weg erhält gesetzlich Vorrang und wird ausgebaut. Dadurch soll den AMS-Beraterinnen und -Beratern mehr Zeit zur Verfügung stehen, um Personen zu beraten und zu betreuen.

Das Arbeits- und Wirtschaftsministerium hat in der Karwoche eine entsprechende Änderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes in Begutachtung geschickt.

Personen, die keinen Online-Zugang haben, können das Arbeitslosengeld weiterhin vor Ort beim AMS beantragen.

 

Drei Schritte in einem

Dieser nächste Schritt in der Digitalisierung bringt Vorteile, sagt Arbeitsminister Martin Kocher: „Mit der elektronischen Antragstellung werden für arbeitssuchende Person verschiedene bürokratische Schritte zusammengefasst – nämlich die Arbeitslosmeldung, die Abholung eines Antrages und dessen spätere Abgabe beim Arbeitsmarktservice – die bisher ein persönliches Erscheinen verlangt haben.“

Die meisten Kundinnen und Kunden des AMS sind bereits heute gewohnt, die Leistungen und Angebote des AMS digital zu nutzen, sagt Vorständin Petra Draxl: „Um unseren Kundinnen und Kunden den Zugriff auf das eAMS-Konto so leicht wie möglich zu machen, arbeiten wir daran, alle Anwendung über alle digitalen Endgeräte möglich zu machen.“

 

Positive Reaktion der Industrie

Die Industriellenvereinigung begrüßt diese Initiative, denn mit dem gesetzlichen Vorrang für digitale Kommunikation werden auch die Vorschläge zur Arbeitsvermittlung digital übermittelt. „In Zeiten von Digitalisierung muss eine Organisation wie das AMS am Puls der Zeit sein“, sagt dazu IV-Generalsekretär Christoph Neumayr.

Wirtschaftsminister Martin Kocher hat diese Woche mit Experten eine von Sozialpartnern begrüßte Reform der Bildungskarenz vorgestellt.

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