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Markus Söder – Als strenger Krisenmanager ins Kanzleramt?

Markus Söder - Foto: instagram.com/markus.soeder

Markus Söder zeichnet sich in der deutschen Corona-Politik immer wieder durch bayerische Alleingänge aus, die die Empfehlungen der Bundesregierung in ihrer Strenge übertrafen. Söder konnte seit Anfang der Pandemie mediale und politische Aufmerksamkeit aus ganz Deutschland auf sich ziehen.

Die Aufmerksamkeit, die Söder im Corona-Krisenmanagement genoss, lag zu Anfang der Pandemie sicher auch zu einem großen Teil daran, dass Bayern im Frühling 2020 den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz innehatte.

Was sich zunächst als glücklicher Zufall für den ambitionierten Franken zeigte, wurde immer mehr zur Tugend und Markus Söder verstand es gekonnt, sich früh als strenger Krisenmanager in Szene zu setzen. Diesen Kurs setzt er bis heute konsequent durch: So gab es in Bayern bis vor kurzem eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, die weitaus strenger ausgelegt war als dies in Österreich der Fall war. Eine Regelung, die etwa nächtliche Spaziergänge erlaubte gab es in Bayern nicht. Verstöße wurden streng geahndet und Bußgelder bis 500€ ausgerufen.

 

Das Kanzleramt als Ziel?

Eine Frage drängt sich aber spätestens seit dem ersten Lockdown im März 2020 auf: Setzt sich Markus Söder als strenger Krisenmanager in Szene um Anlauf auf das Kanzleramt in Berlin zu nehmen? Diese Frage wurde aus München bislang konsequent verneint. Zu groß scheint die Gefahr, die Rolle als Landesvater zu verlieren, für die Markus Söder seine ganze politische Laufbahn gekämpft hatte.

Doch je länger die Corona Situation andauert, desto mehr scheint Söder unter Druck zu geraten. Es fehlt schlicht eine Öffnungsperspektive, wie sie etwa die österreichische Regierung bietet. Nicht zuletzt die eigene CSU-Fraktion im bayerischen Landtag (https://sz.de/1.5196747) sehnt sich nach Lockerungen des strengen bayerischen Lockdowns. Es scheint, als wäre Söders Strategie bislang lediglich gewesen, sich durch einen härteren Kurs als seine Amtskollegen in Szene zu setzen.

 

Keine klare Richtung

Und so scheint: Solange Söder keine klare Richtung vorgibt – sei es für seine Ambitionen auf das Kanzleramt oder die Öffnungsschritte in Bayern – sinkt seine Zustimmung in Politik und Bevölkerung. Dies zeigen auch jüngste Umfragen innerhalb der bayerischen Bevölkerung von 71 Prozent zum Anfang der Pandemie sank die Zustimmung für Söder auf 48 Prozent.

Markus Söder - Foto: instagram.com/markus.soeder
Markus Söder - Foto: instagram.com/markus.soeder
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