Mehr Nachhaltigkeit im Tourismus

Österreichs Tourismusbranche soll nachhaltiger werden, das kündigte nun Tourismusstaatsekretärin Susanne Kraus-Winkler an. Foto:iStock/ RgStudio
Österreichs Tourismusbranche soll nachhaltiger werden, das kündigte nun Tourismusstaatsekretärin Susanne Kraus-Winkler an. Foto:iStock/ RgStudio

Der Tourismusstandort Österreich hat erkannt, dass Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle für seine Zukunft spielt, so Tourismusstaatsekretärin Susanne Kraus-Winkler. Diese Erkenntnis gilt sowohl für die Betriebe als auch für die Buchungsentscheidungen der Gäste und im Bereich der Finanzierungen.

 

Kraus-Winkler: Umwelt-Zertifikate sollen Nachhaltigkeit vorantreiben

Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, setzen Umwelt-Zertifikate im Tourismus einen wichtigen Impuls. Einerseits tragen sie zur Sichtbarmachung von Nachhaltigkeit bei und andererseits wirken sie nach innen, indem sie Veränderungen in Unternehmen und Tourismusdestinationen vorantreiben. Um diesen Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen und Österreich zu einem der nachhaltigsten Tourismusziele weltweit zu machen, setzen Destinationen und Betriebe auf Informations- und Schulungsmaßnahmen.

 

Heimische Nachhaltigkeitstransformation

Ein bedeutender Schritt in diese Richtung wurde im Februar 2023 gemacht, als das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW), die Österreich Werbung (ÖW) und die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) einen regelmäßigen Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen vereinbarten. Das gemeinsame Ziel dieser Kooperation ist es, Wissen im Bereich Nachhaltigkeit zu vermitteln und konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, um die Nachhaltigkeitstransformation in der heimischen Tourismusbranche zu beschleunigen.

Um die Wahl geeigneter Zertifizierungen zu unterstützen und Greenwashing zu vermeiden, wurden von BMAW, ÖW und WKO Empfehlungen erarbeitet. Diese basieren auf einem breit angelegten Multi-Stakeholderprozess und legen fest, dass Österreich keine exklusive Zertifizierungsstrategie verfolgt, die ausschließlich auf einem Label basiert. Bei der Gestaltung nachhaltiger touristischer Produkte können sowohl messbare Kriterien als auch entsprechende Zertifikate helfen.

 

Nachhaltigkeitsstrategie der Österreich Werbung

Nachhaltigkeit sei mittlerweile für viele Gäste ein entscheidender Faktor bei der Buchungsentscheidung geworden. Die Österreich Werbung (ÖW) unterstützt die Zielsetzungen aus dem Plan T entlang der Aktionsfelder Außenwahrnehmung, Wissenstransfer und Kollaboration mit ihrer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie.

Dabei spielt die nationale Zertifizierungs- und Kennzeichnungsstrategie eine zentrale Rolle, da sie den Partnern aus dem Tourismus Orientierung bietet und ihnen dabei hilft, ihre Produkte bestmöglich am Markt zu positionieren, erklärt Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.

 

Dialogreihe für Best-Practice-Beispiele

„Mit der Dialogreihe informieren wir über nachhaltige Maßnahmen im Tourismus und holen Best-Practice-Beispiele vor den Vorhang. Vor allem der Austausch fördert das Voneinander-Lernen und spornt weitere Destinationen und Betriebe an, verstärkt nachhaltige Schritte zu setzen. Indem wir zeigen, dass der Tourismus eine Branche ist, die Nachhaltigkeit lebt, schaffen wir auch mehr Bewusstsein in der Bevölkerung und bei den Gästen“, so Kraus-Winkler.

Mehr Informationen zur nachhaltigen Zertifizierungs- und Kennzeichnungsstrategie:

Zertifikate als Unterstützung bei der Weiterentwicklung eines nachhaltigen Tourismus (austriatourism.com)

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