Wie kleine Monatsbeträge zum vollen „Zukunftsdepot“ anwachsen
Das von Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagene und von der Regierung beschlossene Zukunftsdepot wird mit 1. Juli 2027 kommen. Schon kleine Monatsbeträge können das Depot über 18 Jahre zu einer ordentlichen Summe anwachsen lassen. Ein Rechenbeispiele sowie eine aktuelle Taschengeldstudie untermauern den Vorsorgegedanken.
Mit dem Zukunftsdepot wolle man Kindern bessere Startchancen geben und zugleich bei den Eltern das Bewusstsein für die Chancen des Kapitalmarkts und langfristiges Vorsorgen stärken, erklärt Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl gegenüber Zur-Sache: „Bereits ein kleiner Betrag jeden Monat kann langfristig im Zukunftsdepot zu einem ordentlichen Betrag anwachsen: Etwa für die Einrichtung der ersten Wohnung, die weitere Ausbildung oder die Gründung eines Unternehmens.” Zudem erhalte jedes Kind, das ab dem 1. Jänner 2027 in Österreich geboren werde, einen Startbonus von 500 Euro.
Eibinger-Miedl: “Geben Kindern bessere Startchancen”
Für die Staatssekretärin steht fest: „Ein starker Kapitalmarkt schafft Chancen für alle – für die Österreicherinnen und Österreicher, die investieren und vorsorgen wollen, aber auch für Betriebe, die Kapital für Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze brauchen.” Das Zukunftsdepot für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sei „nun ein erster wichtiger Schritt”. Ihr Ziel bleibe die steuerliche Begünstigung für alle, die für später vorsorgen wollten.
Was aus kleinen Beträgen werden kann
Wie sich das Sparen über die Jahre auswirkt, zeigen Rechenbeispiele des Finanzministeriums, gerechnet mit 7 Prozent Rendite pro Jahr über 18 Jahre und jeweils mit 500 Euro Startguthaben. Allein das Startguthaben ohne weitere Zuzahlungen würde bis zum 18. Geburtstag auf rund 1.750 Euro anwachsen. Bei 25 Euro im Monat (insgesamt 5.400 Euro selbst eingezahlt) ergibt sich nach 18 Jahren ein Depotwert von rund 12.600 Euro, bei 50 Euro im Monat (10.800 Euro) rund 23.400 Euro und bei 100 Euro im Monat (21.600 Euro) rund 45.000 Euro. Auch anlassbezogenes Sparen wirkt: Wer 200 Euro im Jahr einzahlt, etwa 100 Euro zum Geburtstag und 100 Euro zu Weihnachten, kommt bei 3.600 Euro Eigenleistung auf rund 9.000 Euro Depotwert.
Taschengeldstudie: Kinder sparen bereits im frühen Alter
Dass der Sparwille schon früh vorhanden ist, belegt die durchblicker-Taschengeldstudie 2026, für die 1.322 Eltern befragt wurden und die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Demnach beträgt das durchschnittliche Taschengeld pro Monat bis 9 Jahre 27 Euro, zwischen 10 und 13 Jahren 38 Euro und ab 14 Jahren 75 Euro. Ab zehn Jahren bekommen 84 Prozent der Kinder Taschengeld. 82 Prozent der Eltern geben an, dass ihr Kind zumindest einen Teil davon spart. 61 Prozent davon im Sparschwein.