Haubner eröffnet Gedenken an die NS-Opfer

Gedenktafeln für die Opfer als Mahnung für die Zukunft: Schloss Hartheim bei Linz
Gedenktafeln für die Opfer als Mahnung für die Zukunft: Schloss Hartheim bei Linz

Am 8. Mai 1945 endete für Österreich der Zweite Weltkrieg, doch bereits am 5. Mai wird jährlich eine Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus abgehalten. Peter Haubner, zweiter Präsident des Nationalrats, spricht zur Eröffnung der Gedenkveranstaltung im Parlament. Am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen wird der Befreiung am 5. Mai 1945 durch US-amerikanische Soldaten gedacht.

 

Schloss Hartheim im Fokus des Gedenkens

Im Fokus des Gedenkens im Parlament steht diesmal der – heutige – Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Oberösterreich. In Schloss Hartheim wurden von 1940 bis 1944 rund 30.000 Menschen ermordet. Die Opfer waren Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.

Bei der Gedenkveranstaltung am 5. Mai im Parlament liest nach der Eröffnungsrede von Peter Haubner die Schauspielerin Kristina Sprenger aus den Biografien von Opfern. Am Podiumsgespräch nehmen auch Nachfahren von ermordeten Personen teil. Zum Abschluss spricht die Präsidentin des Bundesrates, Andrea Eder-Gitschthaler.

Die Veranstaltung zum Gedenken an die NS-Opfer kann live ab 11.00 Uhr auf ORF 2 und in der Mediathek des Parlaments mitverfolgt werden.

Ein Buch zum Thema präsentiert Eder-Gitschthaler zwei Tage später, am Mittwoch, 7. Mai, ebenfalls im Parlament. Das Werk „Die Rolle der Landesheilanstalt vor, während und nach dem NS-Regime” analysiert detailliert die Ereignisse an der Salzburger Christian Doppler-Klinik: 264 kranke Personen wurden zwischen 1939 und 1941 von dort nach Schloss Hartheim gebracht, wo sie ermordet wurden.

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