News

„Österreich militärisch neutral, nicht aber politisch“

Freiheit, Sicherheit, Werte: Grundlagen der Geistigen Landesverteidigung, auf der aufgebaut wird. Foto: BMLV

Klarstellung in der Debatte des Nationalrats: ÖVP-Wehrsprecher bekräftigte, Österreich ist militärisch neutral, nicht aber politisch. Die FPÖ soll klären, wo sie steht, forderte Ofenauer: Auf der Seite des russischen Präsidenten Putin oder jener des Völkerrechts.

 

Österreich steht für Einhaltung des Völkerrechts

„Österreich ist militärisch neutral, nicht aber politisch. Wir stehen für die Neutralität, unsere Werte und für die Einhaltung des Völkerrechts“, bekräftigte Ofner.

Genau diese Haltung „lässt die FPÖ weiterhin vermissen und macht aus der Sicherheitspolitik unseres Landes und seiner Neutralität ein populistisches ‚Groscherl‘-Geschäft“, sagte der ÖVP-Wehrsprecher zur der von der FPÖ verlangten Kurzen Debatte im Nationalrat.

Investitionen in militärische Infrastruktur erreichen Höchstwert, sagt Friedrich Ofenauer. Foto: Thomas Jantzen

Investitionen in militärische Infrastruktur erreichen Höchstwert, sagt Friedrich Ofenauer. Foto: Thomas Jantzen

FPÖ hat wenig Ahnung von Zeitgeschichte

Die Freiheitlichen würden einmal mehr unter Beweis stellen, dass sie von Geschichte – allen voran Zeitgeschichte – „wenig Ahnung haben“. Denn sowohl die Mitglieder der Bundesregierung als auch die Abgeordneten werden „seit Bestehen unserer Verfassung auf diese angelobt und bekennen sich zur Einhaltung aller Gesetze“. Seit 1955 existiere überdies das Bundesverfassungsgesetz vom 26. Oktober 1955 über die Neutralität Österreichs, auf das Bundesregierung und Mandatarinnen und Mandatare angelobt werden.

 

Was will die FPÖ – außer Polemik?

Ofenauer meint daher: „Es stellt sich die Frage: Was will die FPÖ, außer Polemik zu betreiben?“ Die Neutralität habe nicht nur eine allgemein hohe Bedeutung für Österreich, sondern sei auch fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Dies haben auch Bundeskanzler Christian Stocker in seiner schriftlichen Anfragebeantwortung und Staatssekretär Alexander Pröll heute hier im Plenum unmissverständlich betont. Die Freiheitlichen aber reden künstliche Debatten herbei, um von ihrer gähnenden Inhaltsleere abzulenken. „Doch das gelingt ihnen jedoch nicht einmal in homöopathischen Dosen“, so Ofenauer.

Die militärische Neutralität Österreichs bedeute, „dass wir keinem Militärbündnis beitreten, es keine Stützpunkte fremder Streitkräfte auf unserem Staatsgebiet gibt und wir uns selbst verteidigen können. Und mit Bundesministerin Klaudia Tanner und dem Aufbauplan ‚ÖBH 2032+‘ sind wir bei der Verteidigungsfähigkeit auf dem besten Weg“.

Ofenauer zusammenfassend: „Die Neutralität Österreichs bedeutet keinesfalls Gleichgültigkeit gegenüber dem Bruch des Völkerrechts. Offensichtlich kann oder will die FPÖ das nicht verstehen – oder darf sie aufgrund des Freundschaftsvertrages mit der Putin-Partei nicht?“

Freiheit, Sicherheit, Werte: Grundlagen der Geistigen Landesverteidigung, auf der aufgebaut wird. Foto: BMLV
Freiheit, Sicherheit, Werte: Grundlagen der Geistigen Landesverteidigung, auf der aufgebaut wird. Foto: BMLV
Das Arbeiten über das Pensionsantrittsalter hinaus wird durch die Aktivpension finanziell deutlich attraktiver, kündigte ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger an. Foto: iStock/c-George

Arbeiten in Pension wird attraktiver

Joachim Schnabel, Verkehrssprecher der ÖVP, nennt die Kriterien für die ÖBB-Reform. Ein Gesetzesentwurf liegt vor, die Koalition beginnt Verhandlungen. Ebenfalls gestartet sind die Testfahrten des neuen italienischen Hochgeschwindigkeitszuges Frecciarossa in Tirol und auf der Weststrecke. Foto: Italotreno

Nagelprobe für ÖBB-Reform: Wettbewerb und Nahverkehr

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, sorgt für Korrektur falscher FP-Aussagen. Foto: LKÖ, Jung-Leithner

Korrektur grober FPÖ-Fakes

Die Nähe zu Rechtsextremen und Identitären macht die Kickl-FPÖ zum Sicherheitsrisiko, stellt ÖVP-Klubchef Ernst Gödl fest. Foto: Screenshot FP-TV

Kickl-FPÖ bleibt wegen Rechtsextremismus ein Sicherheitsrisiko

Hinrichtungen im Iran rufen die Parlamentsparteien auf den Plan. Sie fordern einen sofortigen Stopp von Teheran. Foto: istock/BornaMir

Alle fünf Parlamentsparteien fordern Teheran zum Stopp der Hinrichtungen auf

Der neue Generalsekretär der ÖVP, Markus Gstöttner ruft in Sachen Wehrdienstreform die Opposition zum Schulterschluss auf. Foto: Jakob Glaser

Wehrdienstreform: Gstöttner mit Einladung an FPÖ und Grüne