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Medizin statt Ideologie im Eltern-Kind-Pass: zwei Geschlechter und „offen“ statt sechs Kategorien
Klärung der Geschlechterfrage: Der Eltern-Kind-Pass neu nennt die Kategorien weiblich und männlich. Für die seltenen Fälle eines bei Geburt nicht eindeutig feststellbaren Geschlechts wird die Kategorie „offen“ eingeführt. ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler begrüßt es, dass die „ideologischen Konstrukte“ wie „divers“ oder „inter“ jetzt entfallen.
Mehr als zwei Geschlechter?
Ausgangspunkt der kaum öffentlich aber intensiv geführten Debatte war eine Initiative, derzufolge der Nationalrat im Dezember 2025 entschied, am Mutter-Kind-Pass – unter anderem – den Eintrag für Geschlechter zu ändern. Die ungeklärten Fragen nach Anzahl und Art möglicher eintragbarer Geschlechter soll das Gesundheitsministerium entscheiden. Daher wurde die Einführung des neuen, elektronischen Eltern-Kind-Passes vom Nationalrat im vorigen Jahr mit 1. Oktober 2026 festgelegt.

Der Eltern-Kind-Pass wird ab 1. Oktober 2026 digitalisiert. Foto: ÖGK/ Martin Biller
Gesundheitsministerium folgt Ärzteschaft
Jetzt wurde im Gesundheitsministerium entschieden, welche Geschlechtereinträge vorgesehen sind, nämlich „männlich“ und „weiblich“ sowie für – medizinisch seltene Fälle – „offen“.
Die Entscheidung für diese Kategorien wurde von Abg. Gudrun Kugler in diesen Tagen gegenüber Medien bekanntgegeben und bestätigt.
Das Gesundheitsministerium folgt damit einer Empfehlung von Ärztinnen und Ärzten, über die etwa IMABE oder der Kinderschutzbund berichten.

Gudrun Kugler begrüßt Klarstellung auf zwei biologische Geschlechter und Absage an ideologische Konstrukte. Foto: Thomas Topf
Kugler für Klärung statt ideologischer Konstrukte
Die künftige Festlegung auf die Geschlechtseinträge – männlich, weiblich und offen – im Eltern-Kind-Pass ist ein sachlicher und medizinisch notwendiger Schritt, sagt Gudrun Kugler. “Statt der bisherigen dritten Eintragsmöglichkeit ‘offen/divers/inter/keine Angabe’, heißt es künftig erfreulicherweise nur mehr ‘offen’. In der Medizin braucht es eindeutige Kategorien, keine ideologischen Konstrukte”, betont die ÖVP-Menschenrechtssprecherin.
Eltern-Kind-Pass dient Vorsorge nicht Gesellschaftspolitik
Der Eltern-Kind-Pass sei ein medizinisches Vorsorgeinstrument und kein gesellschaftspolitisches Experimentierfeld, erläutert Kugler. Viele Untersuchungen und Behandlungen seien direkt an das biologische Geschlecht gebunden. “Männlich und weiblich bilden die Realität fast aller Neugeborenen ab”, so Kugler.
Für jene wenigen Kinder mit nicht eindeutig feststellbarem Geschlecht bleibe, wie vom Verfassungsgerichtshof gefordert, die Kategorie “offen” bestehen. Dies definiere aber kein drittes Geschlecht. “Mit dieser klaren Festlegung sorgen wir für Rechtssicherheit, medizinische Vernunft und Transparenz. Der Eltern-Kind-Pass dient der Gesundheit von Kindern – nicht politischen Modebegriffen”, erklärt Kugler.





