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Finanzspritze für Zeitungen und gegen Desinformation

Die finanziellen Erlöse für Tageszeitungen sind rückläufig. Die Versorgung mit Zeitungen und die Umstellung der Medien auf die digitale Ära werden stärker gefördert, entschieden die Regierungsparteien. Foto: Thorben Wengert/Pixelio.de

Medienunternehmen erhalten eine Finanzspritze für flächendeckende Versorgung mit Zeitungen, für digitale Transformation und für ihre journalistisch-publizistische Leistung gegen Desinformation. Bei der Präsentation des Koalitionsbeschlusses sprach ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl  von einer Absicherung des Medienstandortes und des Qualitätsjournalismus.

 

Geringere finanzielle Erlöse

Nachrichten und Medien werden zunehmend digital verbreitet und konsumiert, wobei ein erheblicher Anteil der Bevölkerung noch die gedruckten Zeitungen bevorzugt. Dies gilt auch für ländliche Regionen, in denen die letzte Meile an Zustellung die teuerste ist, wie Gödl erläuterte. Daher ist die neue Zustellungsförderung auch eine Förderung des ländlichen Raumes. Dafür sind in den nächsten beiden Jahren je 22,5 Millionen Euro vorgesehen.

 

ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl: Versorgung mit Nachrichten sichern

ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl: Versorgung mit Nachrichten sichern

Damit die traditionellen Medienunternehmen den Umstieg in die digitale Ära mit Innovationen und Investitionen beschreiten können, sind für die digitale Transformation ebenfalls 22,5 Millionen Euro für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen. Dies ist zudem ein Ausgleich für geringere finanzielle Erlöse aus Verkauf und Werbung.

Der sachkundige Umgang mit neuen Medien und ihren Angeboten wird stets bedeutsamer, daher erhöht die Regierung weiters die Förderung von Projekten der Medienkompetenz auf 3 Millionen Euro.

Neue innovative journalistische Format für die Jugend werden mit dem Fördercall „Young Media“ gefördert, wofür sieben Millionen Euro bereit stehen.

Diese Beschlüsse der Koalitionsparteien bezeichnete ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Medienminister Andreas Babler (SPÖ) und Mediensprecherin Henrike Brandstötter (Neos) als einen „wichtigen Schritt für mediale Vielfalt, redaktionelle Unabhängigkeit und Absicherung des Qualitätsjournalismus“.

Für den Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) reagierte dessen Präsident, Presse-Geschäftsführer Rainer Nowak, positiv auf die Entscheidungen: Diese bedeuten Planungssicherheit.

Die finanziellen Erlöse für Tageszeitungen sind rückläufig. Die Versorgung mit Zeitungen und die Umstellung der Medien auf die digitale Ära werden stärker gefördert, entschieden die Regierungsparteien. Foto: Thorben Wengert/Pixelio.de
Die finanziellen Erlöse für Tageszeitungen sind rückläufig. Die Versorgung mit Zeitungen und die Umstellung der Medien auf die digitale Ära werden stärker gefördert, entschieden die Regierungsparteien. Foto: Thorben Wengert/Pixelio.de