News

Social Media-Verbot bis 14 Jahre

Die Social Media Plattform TikTok schützt Minderjährige nicht ausreichend, stellte die Europäische Kommission fest. Österreich führt ein Mindestalter für die Nutzung von Plattformen ein. Foto: iXimus-Pixabay

Die Nutzung verschiedener Social Media-Kanäle wird für Personen unter 14 Jahren eingeschränkt. Darauf einigte sich die Koalitionsregierung aufgrund mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen zu den schädlichen Auswirkungen mancher Social Media-Angebote.

 

Sucht auf Social Media eindämmen

Die Einigung in der Regierung erfolgte beim Sommer-Ministerrat am Montag in Salzburg. Zuvor hatte der für Digitalisierung zuständige Staatssekretär, Alexander Pröll, die Eckpunkte in einem Interview mit der Presse am Sonntag erläutert.

Um die süchtig machenden Mechanismen einzudämmen, werden einzelne Plattformen wie TikTok, Instagram und Facebook für unter 14 Jahre alte Personen nicht zugelassen. Es ist nicht vorgesehen, alle Plattformen zu nennen. Whats App und andere Messenger-Dienste sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

Das Alter der jeweiligen Person soll bei Anmeldung von einer unabhängigen Stelle überprüft werden. Persönliche Daten werden nicht weitergegeben.

Der Gesetzesentwurf wurde in Begutachtung gesandt. Dieser schafft erstmals klare Regeln für den Zugang zu bestimmten Social-Media-Plattformen für unter 14-Jährige. Damit sollen junge Menschen besser vor problematischen Inhalten und Funktionen im digitalen Raum geschützt werden.

 

TikTok verstößt gegen Sicherheit

Die Europäische Union hat mit dem Digital Services Act (DSA) – unter anderem – Schutzbestimmungen vorgesehen. Doch TikTok verstößt gegen das Gesetz über digitale Dienst, weil es keine sicheren Konten für Minderjährige bietet, stellte die Kommission vorigen Freitag fest.

 

Facebook und Instagram machen süchtig

In ihrem Bericht Child Safety Online gibt die Kommission – ebenfalls mit Hinweis auf den DSA – , eine ausdrückliche Empfehlung ab: die Dienste von Facebook und von Instagramm sollen weniger darauf ausgerichtet sein, die Nutzer online und bei der Stange zu halten. Darüber hatte die F.A.Z. vor Tagen unter dem Titel “Schluss mit dem endlosen Scrollen” berichtet. Die Kommission hatte den Mutterkonzern Meta darauf bereits vor zwei Jahren aufmerksam gemacht. Jetzt wurde von den Brüsseler Behörde für Herbst eine Initiative für eine Altersbegrenzung für die Nutzung von Social Media angekündigt.

Die Social Media Plattform TikTok schützt Minderjährige nicht ausreichend, stellte die Europäische Kommission fest. Österreich führt ein Mindestalter für die Nutzung von Plattformen ein. Foto: iXimus-Pixabay
Die Social Media Plattform TikTok schützt Minderjährige nicht ausreichend, stellte die Europäische Kommission fest. Österreich führt ein Mindestalter für die Nutzung von Plattformen ein. Foto: iXimus-Pixabay
Ein Umweltpaket schickt die Bundesregierung nun in Begutachtung, gab Bundeskanzler Christian Stocker - mit Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger - unter großem Medieninteresse bekannt. Foto: Jakob Glaser

Umweltpaket bestückt und abgesandt

Integrationsministerin Claudia Bauer und Sozialforscher Rudolf Bretschneider präsentierten zu Zusammenhalt und Migration. Foto: Bka / Valentin Brauneis

So geht Integration: Arbeit, Sprache, Werte

Die Industriestrategie soll durch eine stärkere Anbindung der Förderagenturen noch mehr Gewicht bekommen. Foto: BMWET

Förderagenturen werden zum „Umsetzungsmotor” der Industriestrategie

Die Koalitionsregierung berät über ein Verbot der islamistischen Muslimbruderschaft: Integrationsministerin Claudia Bauer. Foto: Bka/Gruber

Bauer arbeitet an Verbot islamistischer Extremisten

Das Zukunftsdepot zum Start ins Leben ist ein Modell für jede Familie. Foto: iStock/ skynesher

500 Euro Startguthaben – Zukunftsdepot als Modell für jede Familie

Ministerin Claudia Bauer beauftragt den Integrationsfonds, der Lehrerschaft Informationen und Empfehlungen für den Umgang mit religiös motivierten Konflikten zu vermitteln. Foto: Bka / Florian Schrötter

Lehrerinnen erhalten Training wegen religiös motivierter Konflikte