Stockers Zukunftsdepot erhält Rückenwind aus Brüssel
Das von Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagene Zukunftsdepot erhält Rückenwind auf europäischer Ebene. Bei einem bilateralen Treffen von EU-Kommissarin Maria Luís Albuquerque und Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl in Wien stand das Modell im Mittelpunkt der Gespräche.
Das Zukunfstdepot greife demnach zentrale Ziele der europäischen Spar- und Investitionsunion auf: mehr Menschen den Zugang zum Kapitalmarkt zu ermöglichen, den langfristigen Vermögensaufbau zu fördern und die Finanzbildung zu stärken.
EU-Kommissarin begrüßt Stockers Vorstoß
EU-Kommissarin Albuquerque, zuständig für Finanzdienstleistungen und die Spar- und Investitionsunion, betonte in Wien: „Wir wollen den Menschen in Europa bessere Möglichkeiten geben, langfristig zu sparen und zu investieren.” Initiativen wie das von Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagene Zukunftsdepot unterstützten das gemeinsame Ziel, „Bürgerinnen und Bürger frühzeitig an den Kapitalmarkt heranzuführen, Finanzwissen zu stärken und Ersparnisse stärker für Investitionen und Wachstum in Europa zu mobilisieren”.
Umfrage zeigt breite Unterstützung
Auch eine aktuelle Umfrage von Peter Hajek Public Opinion Strategies im Auftrag des Aktienforums zeigt breite Zustimmung: 53 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher befürworten die Einführung eines Zukunftsdepots, mit dem Eltern für ihre Kinder unter 18 Jahren steuerbegünstigt in Aktien, Anleihen, ETFs und Investmentfonds investieren können. 71 Prozent sprechen sich grundsätzlich für steuerliche Anreize bei der privaten Pensionsvorsorge mit Wertpapieren aus.
Eibinger-Miedl: Zukunftsdepot Schaft Grundlage für Vermögensaufbau
Finanzstaatssekretärin Eibinger-Miedl verwies auf die Umfrage: Die Österreicher würden „bessere Möglichkeiten, selbst für ihre Zukunft und die ihrer Kinder vorzusorgen” wollen. Mit dem Zukunftsdepot schaffe man die Grundlage, „schon in jungen Jahren mit kleinen Beträgen langfristig Vermögen aufzubauen”. Damit stärke man „Finanzbildung und Eigenvorsorge” und bringe „mehr privates Kapital für Investitionen in Österreich und Europa auf den Weg”. Besonders erfreulich sei, „dass nun auch Rückenwind von Seiten der EU-Kommission” komme.
Das Zukunftsdepot soll insbesondere Familien einen einfachen Einstieg in den langfristigen Vermögensaufbau ermöglichen. Schon regelmäßige kleinere Einzahlungen könnten über viele Jahre „zu einem wichtigen Startkapital für Ausbildung, die erste Wohnung oder die weitere Vorsorge werden”. Gleichzeitig vermittle das Modell jungen Menschen frühzeitig „den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und den Wert langfristigen Sparens und Investierens”.
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