Klartext von Gstöttner: „Ein Pass passt dann, wenn die Integration gelungen ist”

Erteilt der Forderung nach Lockerung des Einbürgerungsrechts eine schnelle und klare Absage: ÖVP-General Markus Gstöttner. Foro: Jakob Glaser
Erteilt der Forderung nach Lockerung des Einbürgerungsrechts eine schnelle und klare Absage: ÖVP-General Markus Gstöttner. Foro: Jakob Glaser

Die Volkspartei erteilt einem Automatismus beim Erwerb der Staatsbürgerschaft durch Geburt eine klare Absage. Generalsekretär Markus Gstöttner verteidigt Österreichs strenges Einbürgerungsrecht, gerade rund um den Nationalfeiertag.

 

Die ÖVP lehnt die Initiative für ein bedingtes Geburtslandprinzip ab. „Die österreichische Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut. Sie steht am Ende und nicht am Beginn eines gelungenen Integrationsprozesses”, stellt ÖVP-Generalsekretär Markus Gstöttner klar. Erleichterungen bei der Vergabe kämen daher nicht in Frage, „auch nicht in Form eines Automatismus durch Geburt”.

 

Gstöttner verteidigt strenges Einbürgerungsgesetz

Bei allem Respekt vor den Proponenten gilt für Stöttner: „Ein Pass passt dann, wenn die Integration gelungen ist, und nicht automatisch wegen des Geburtsorts.” Die Staatsbürgerschaft stehe allen offen, die die Voraussetzungen erfüllen. Wer Deutsch lerne, arbeite, sich an die Regeln halte und sich zur Republik und ihren Werten bekenne, könne Österreicherin oder Österreicher werden. Diese Voraussetzungen seien klar und würden zeigen, „was uns die Staatsbürgerschaft wert ist”. Es sei gut und richtig, dass Österreich eines der strengsten Einbürgerungsgesetze weltweit habe, und dabei solle es aus Sicht der Volkspartei auch bleiben.

Auch das Argument eines Demokratiedefizits greifet zu kurz, so Gstöttner. Das Wahlrecht sei und bleibe ein Staatsbürgerschaftsrecht, „denn es gibt keine gleichen Rechte ohne die gleichen Pflichten”. Der Weg zur vollen demokratischen Mitbestimmung führe in Österreich über die Einbürgerung, und dieser Weg stehe allen offen, die ihn anstrebten.

Gerade rund um den Nationalfeiertag solle man sich bewusst machen, welchen Wert die österreichische Staatsbürgerschaft habe, erklärt der Generalsekretär: „Diesen Wert gilt es zu schützen und nicht zu verwässern.”

 

Lesetipp: Keine Staatsbürgerschaft bei Terror-Verurteilung

weitere Beiträge

Finanzbildung dient dazu, mit dem eigenen Geld noch besser umzugehen, zu sparen und richtig zu rechnen. Die Finanzbildung vermittelt zudem Schutz vor Betrug, sagen Finanz-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher. Foto: Christopher Dunker

Sparen und Rechnen für alle Lebenslagen

Das von Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagene Zukunftsdepot stößt auf breite Zustimmung. Foto: iStock/domoskanonos

Breite Zustimmung für Stockers Zukunftsdepot

Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl zeigt sich nach der neuen WIFO-Prognose optimistisch: "Österreichs Wirtschaft erholt sich und kommt Schritt für Schritt wieder in Schwung." Foto: BMF

WIFO sieht Wirtschaft auf “Erholungskurs” – Eibinger-Miedl sieht Kurs bestätigt

Eine Abfuhr erteilt ÖVP-Generalsekretär Markus Gstöttner dem NEOS-Vorschlag, Politikerbezüge je nach Budgetdefizit zu kürzen. Foto: Jakob Glaser

Prompte Abfuhr für den Populismus in Pink