Dramatische Zeitenwende präzise erfasst

Andreas Khol, Gründer der Reihe „Jahrbuch für Politik“ mit einer Co-Herausgeberin, Bettina Rausch-Amon bei der Präsentation am 22. April im Parlament in Wien. Das Jahrbuch 2025, die 50. Ausgabe, ist ein Dokument der Zeitenwende. Fotos: Campus Tivoli / Elisabeth Feik
Andreas Khol, Gründer der Reihe „Jahrbuch für Politik“ mit einer Co-Herausgeberin, Bettina Rausch-Amon bei der Präsentation am 22. April im Parlament in Wien. Das Jahrbuch 2025, die 50. Ausgabe, ist ein Dokument der Zeitenwende. Fotos: Campus Tivoli / Elisabeth Feik

Zu einer Dokumentation der Zeitenwende wurde die 50. Ausgabe des Jahrbuchs für Politik, die dem Jahr 2025 gewidmet ist. Warum global wie national von Zeitenwende zu sprechen ist, erläuterte Herausgeber Andreas Khol bei der Präsentation im Parlament in Wien.

 

Kriege brechen Recht

Er habe das Ende des Zweiten Weltkrieges persönlich miterlebt, sagte der 1941 geborene Staatsmann und Verfassungsrechtler Andreas Khol. Doch die in der Nachkriegszeit aufgebaute Weltordnung sei nun zusammengebrochen, denn es werden Kriege „gegen jedes Völkerrecht, gegen die Satzungen der Vereinten Nationen“ geführt.

Es seien drei Ängste, welche die Situation in Europa gegenwärtig prägen: Die Angst vor Krieg, vor Verarmung und vor Überfremdung. Dazu geselle sich eine „generelle Unzufriedenheit“.

Jahrbuch für Politik 2025: Umfangreicher Band zum Jubiläum

Jahrbuch für Politik 2025: Umfangreicher Band zum Jubiläum

Zeitenwende in Österreich

In Österreich begann 2025 politisch mit einem Paukenschlag. Erst scheiterten Regierungsverhandlungen von ÖVP, SPÖ und Neos, dann jene von FPÖ-Obmann Herbert Kickl, worauf sich dann die erste Dreier-Koalitionsregierung bildete.

 

Sechzig Autorinnen und Autoren

Das „Jahrbuch für Politik 2025“ ist mit mehr als 800 Seiten das umfangreichste der renommierten Reihe. Der Grundtenor: Nun gilt es, sich auf die neuen globalen Verhältnisse einzustellen sowie in Österreich die neuen Herausforderungen in der Sicherheits- und in der Wirtschaftspolitik aufzugreifen. Konzepte und Programme liegen vor, alleine elf von sechzig Autorinnen und Autoren widmen sich ökonomischen Themen.

Bundeskanzler Christian Stocker würdigte das Jahrbuch für Politik – eine Publikation des Campus Tivoli – als Institution. Sachlich und überparteilich werde Politik aus vielen Perspektiven betrachtet. Daher biete auch der 50. Band wieder „einen Kompass für die Zukunft“ und „Grundlagen für Entscheidungen“.

Bundeskanzler Christian Stocker: Eine Publikation als Institution

Bundeskanzler Christian Stocker: Eine Publikation als Institution

Für ökodigitale Transformation

Dazu zählt – unter anderem – der Beitrag des Wirtschaftswissenschafters Christian Helmenstein: Er empfiehlt eine auf künstlicher Intelligenz basierende „ökodigitale Transformation“. Und die Europäische Union solle sich zu einer globalen ökonomischen Wirtschaftsgemeinschaft regelbasiert agierender Staaten weiterentwickeln.

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