Frauen halten Höfe am Leben

Auf die Leistungen von Frauen in Führung und Betrieb von Bauernhöfen verweisen Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Foto: StockMediaSeller

Bereits jeder dritte Bauernhof wird von einer Frau geführt, an den anderen leisten sie einen erheblichen Teil der Arbeit. Dafür sollte es mehr an Anerkennung und Abgeltung geben sowie weiters mehr Frauen in der Regionalpolitik.

 

Gleichstellung stärkt Landwirtschaft und ländliche Räume

“Bäuerinnen tragen auf ihren Höfen Verantwortung für Lebensmittel, Ressourcen und die Weiterentwicklung der Betriebe“, sagt dazu Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger. „Wenn sie auch in Gremien und Entscheidungsprozessen vertreten sind, entstehen Lösungen, die näher an der Realität der Landwirtschaft sind. Internationale Studien zeigen: Vielfalt in Entscheidungsprozessen ist ein nachgewiesener Erfolgsfaktor. Wenn Frauen sich vernetzen, voneinander lernen und Verantwortung übernehmen, stärkt das die Betriebe, die Regionen und die gesamte Landwirtschaft.“

ÖVP-Abg. Irene Hartberger-Neumann: mehr Anerkennung und Vertretung von Bäuerinnen

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Landwirtschaft von morgen ist weiblich geprägt

Mehr als jeder dritte Bauernhof in Österreich wird von einer Frau geführt, das sind rund 36.000 Betriebe. In Oberösterreich und Salzburg liegt der Anteil sogar bei jeweils 42 Prozent. Kammerpräsident Josef Moosbrugger hat bereits auf die hohe Belastung der Bäuerinnen verwiesen.

Mit 36 Prozent Betriebsleiterinnen liegt Österreich im internationalen Vergleich im Spitzenfeld. In Deutschland sind es 11 Prozent, in der Schweiz 7 Prozent. EU-weit belegt Österreich damit Platz vier.

Auch der Nachwuchs ist zunehmend weiblich: In den land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen ist bereits mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler weiblich. Bei Lehr- und Facharbeiterabschlüssen nähert sich ihr Anteil der 50-Prozent-Marke. Die Landwirtschaft von morgen ist damit klar weiblich geprägt.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: Ein Drittel der Höfe führen Bäuerinnen

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Frauen in Kommunal- und Regionalpolitik

Auf eine stärkere Beteiligung von Frauen in der Kommunal- und in der Regionalpolitik drängt Bundesbäuerin ÖVP-Abg. Irene Neumann-Hartberger ebenso wie Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.

Sie sind in kommunalen Führungsfunktionen weiterhin deutlich in der Unterzahl, erklärt Totschnig. Nur 11,6 Prozent der Bürgermeisterämter sind weiblich besetzt und nur ein Viertel der Sitze in den Gemeinderäten entfällt auf sie. Totschnig: „Wer starke Regionen will, muss daher auch Frauen konsequent in politische Entscheidungsprozesse einbinden.“

Ohne faire und verlässliche Rahmenbedingungen ist keine echte Gleichstellung möglich, sagt Neumann-Hartberger. Diese bleibe dann “reine Quotensache”. Daher sind “echte transformative Veränderungen” erforderlich.

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