Personalplus beim Bundesheer: Über 1.000 Soldaten starten Kaderausbildung

Das Bundesheer verzeichnet mehr Zu- als Abgänge beim Personal. Nun startet eine Kaderausbildung mit mehr als 1.000 Soldaten. Foto: Bundesheer/Guenter Filzwieser
Das Bundesheer verzeichnet mehr Zu- als Abgänge beim Personal. Nun startet eine Kaderausbildung mit mehr als 1.000 Soldaten. Foto: Bundesheer/Guenter Filzwieser

Der positive Trend bei den Personalzahlen des Bundesheeres setzt sich auch heuer fort. Bis Anfang September verzeichnete das Heer deutlich mehr Zu- als Abgänge: 2.200 Neueintritten – sowohl bei Soldaten als auch bei Zivilbediensteten – stehen 1.719 Abgänge gegenüber, ein Plus von 481 Personen. Auch bei den Frauen gab es einen Zuwachs: von insgesamt 409 Neueintritten entfielen 107 auf Soldatinnen. Der größte Anteil der Zu- und Abgänge betrifft zeitlich befristete Beschäftigungsverhältnisse wie Militärpersonen auf Zeit oder Verwaltungspraktikanten.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner wertet in einer Aussendung den anhaltenden Personalaufwuchs als positives Zeichen: „Das Bundesheer schafft es, sich in einem kompetitiven Umfeld als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu positionieren.” Modernes Gerät brauche „gut ausgebildete Soldaten”. So bleibe das Heer „ein verlässlicher Garant für die Sicherheit und die Bevölkerung – auch in herausfordernden Zeiten”.

 

1.065 Soldaten in der Kaderausbildung

Der Trend spiegelt sich auch in der Kaderausbildung: Im September begannen 1.065 Soldaten ihre Ausbildung, darunter 75 Frauen. Die angehenden Offiziere und Unteroffiziere – für die Berufslaufbahn ebenso wie für die Miliz – absolvieren zunächst gemeinsam die sechsmonatige Kaderanwärterausbildung Teil 1, ehe sich die Ausbildungsschienen trennen. Die künftigen Unteroffiziere mustern nach insgesamt 18 Monaten an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns als Wachtmeister aus. Für die Offiziere folgt nach dem Auswahlkurs ein dreijähriges Studium an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt.

Unter den heurigen Kaderanwärtern finden sich auch besondere Familienkonstellationen: Sowohl ein männliches als auch ein weibliches Zwillingspärchen haben gemeinsam die Ausbildung begonnen, außerdem sind laut Angaben des Verteidigungsministeriums zwei Schwestern gemeinsam eingerückt.

 

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