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Hofer-Rückzieher verdeutlicht Machtverhältnis in FPÖ

Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

FPÖ-Parteiobmann Norbert Hofer hat sich am Mittwochmorgen ungewöhnlich direkt gegen Herbert Kickl positioniert. Ein öffentlicher Führungsstreit der noch am selben Tag entschieden wurde: Zugunsten Kickls.

 

Hintergrund des Streits ist Kickls ablehnende Haltung zur Maskenpflicht im Parlament. Der FPÖ Klubobmann erkenne keine Evidenz für die Wirksamkeit von Masken. Norbert Hofer forderte dann auf Twitter Kickl und die FPÖ-Abgeordneten auf, sich an die Maskenpflicht zu halten.

 

FPÖ folgt Kickls Krawall-Kurs

Eine offene Konfrontation, die der Parteiobmann bewusst angesetzt hat. Ein Führungs- und Richtungsstreit besteht in der FPÖ schon länger. Während Kickl in Sachen Corona einen Krawall-Kurs anschlägt, halten sich weite Teile der FPÖ eher zurück und gehen vernünftiger an das Thema heran.

Doch der Führungsstreit, den Hofer gestern ausgelöst hat wurde prompt entschieden, zu Gunsten Kickls. Hofer ruderte zurück und relativierte seine offene Kritik an Kickl. Statt der Maskenpflicht reiche es Hofer nun auch, dass Plexiglaswände installiert sind.

Norbert Hofer (FPÖ) forderte zur Einhaltung der Maskenpflicht auf, machte aber kurz darauf einen Rückzieher. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas TopfFoto: Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Norbert Hofer (FPÖ) forderte zur Einhaltung der Maskenpflicht auf, machte aber kurz darauf einen Rückzieher. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Peinlicher Rückzieher von Hofer

Die ÖVP-Gesundheitssprecherin Gaby Schwarz sieht einen peinlichen Rückzieher von Hofer. „Nachdem Hofer zuvor scharfe Kritik an Kickl geübt hatte, weil dieser das Maskentragen im Plenarsaal weiterhin partout ablehnt, war für einen kurzen Moment lang ein Funken Hoffnung eingekehrt, dass dank Hofer doch wieder etwas Vernunft in die FPÖ einkehren könnte. Hofers rascher Rückzieher zeigt aber, dass Kickl die FPÖ weiter fest im Griff hat und seinen gesundheitsgefährdenden Kurs unwidersprochen fortsetzen kann“

„Offenbar führt Kickls Autorität innerhalb der FPÖ mittlerweile schon so weit, dass er dem eigentlichen Parteichef vorschreibt, wie sich dieser öffentlich äußern darf – oder wie eben nicht“, ergänzt Schwarz.

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Hofer und Kickl im Parlament. Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner
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