Europa- & Aussenpolitik

Orbán-Partei verlässt EVP-Fraktion

Orbán-Partei verlässt EVP-Fraktion

Die ungarische Regierungspartei Fidesz wird die Fraktion Europäische Volkspartei (EVP) verlassen. Dies gab der Vorsitzende, der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, in einem Brief an den Fraktionschef der EVP, Manfred Weber (CSU) bekannt.

Der unmittelbare Anlass ist eine Änderung der Geschäftsordnung der EVP-Fraktion. In dieser heißt es nun, die Parlamentarier der EVP hätten sich zu den Grundwerten Europas und Gründungsidealen der Europäischen Union zu bekennen. Die Änderung der Geschäftsordnung sieht weiters vor, dass die EVP die Fraktion eines Mitgliedsstaates als Ganzes ausschließen kann.

Debatten über die Stellung und den Umgang mit der Fidesz-Partei innerhalb der EVP-Fraktion hatten sich voriges Jahr gehäuft. Ein aktueller Streit hatte sich am EU-Haushalt entzündet, dessen Mittelvergabe an die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien gekoppelt werden solle. Dies war von Ungarn und von Polen abgelehnt worden.

Die EVP-Fraktion ist mit 187 von 705 Abgeordneten die größte Fraktion im Europäischen Parlament. Sie behält diese Stellung auch nach Auszug der 12 Fidesz-Abgeordneten.

Orbán-Partei verlässt EVP-Fraktion
Orbán-Partei verlässt EVP-Fraktion
Kanzler Friedrich Merz lädt Amtskollegen wie Christian Stocker (Bild: vorjähriges Treffen) zu Gesprächen über einen sparsameren EU-Haushalt nach Berlin. Foto: Florian Schrötter

Kanzler: Mehr EU-Beamte “ist absurd”

Europas Jugend diskutiert Europas Zukunft beim European Forum Alpbach. Demnächst kommen Bundespräsidenten, Landeshauptleute und Minister zu den Gesprächen nach Tirol. Fotos: EFA, Elisabeth Mandl

700 Jugendliche beraten ihre und Europas Zukunft

Innenminister Gerhard Karner treibt die Einrichtung von Asylverfahren und Rückkehrzentren außerhalb Europas voran. Foto: BMI/Makowecz

Mit Abschiebezentren soll Europa wieder „Herr im eigenen Haus” werden

Betonten die gemeinsame Zusammenarbeit. Kanzler Christian Stocker traf am Montag in Ankara Recep Erdoğan. Foto: BKA/Christopher Dunker

Stocker in Ankara: „Die europäischen Fehler von 2015 dürfen sich nicht wiederholen”

In Ankara, Hauptstadt der Türkei, trifft am Montag Bundeskanzler Christian Stocker auf Präsident Recep Erdogan. Foto: iStock/komyvgory

1,2 Milliarden zusätzliches Exportpotenzial: Stocker mit Wirtschaftsdelegation in der Türkei

Frontex (im Bild bei einer Übung vor Malta), zuständig für Grenzschutz, könnte bei einem Ansturm wie auf Ceuta eingesetzt werden. Foto: Frontex

Schärferes Grenzregime als eine Konsequenz aus Ceuta