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2026 bringt mehr Netto, stärkere Betrugsbekämpfung und mehr Transparenz

Sieht wichtige Impulse für den Aufschwung 2026 gesetzt. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl. Foto: BKA/Regina Aigner

Das neue Jahr 2026 bringt auch im Finanzbereich eine Reihe von Neuerungen, die ehrliche Steuerzahler entlasten, die Verdienstmöglichkeiten von Mitarbeitenden erhöhen und die Transparenz sowie die Finanzbildung in Österreich stärken.

 

Das Finanzministerium veröffentlichte am Freitag in einer Aussendung die Neuerungen, die 2026 im Finanzbereich auf die Menschen im Land zukommen. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl sieht in den Maßnahmen viele „Impulse für Leistung, Unternehmertum und Beschäftigung“. Die Neuerungen und Veränderungen im Überblick.

 

Mehr Netto bei Überstunden und Feiertagsarbeit

  • Überstunden‑Freibetrag: 170 Euro pro Monat für bis zu 15 Überstunden.
  • Feiertagsarbeit: Bis zu 400 Euro im Monat werden seit dem 1. Jänner 2026 steuerfrei gestellt.
  • Die Regelungen betreffen insbesondere Beschäftigte im Gesundheits‑ und Pflegebereich, in der Gastronomie und im Tourismus – rund eine halbe Million Menschen arbeiten dort regelmäßig an Feiertagen. Rund zwei von drei Beschäftigten leisten regelmäßig Überstunden. Durch die Freibeträge bleibt mehr Netto vom Gehalt.

 

Stabilitätspakt bringt mehr Transparenz

Ab 2026 liefern die Bundesländer ihre Haushaltsdaten monatlich und werden einzeln ausgewertet, nicht mehr gesammelt. Das ermöglicht schnellere Reaktionen und bessere Prognosen und schafft einen detaillierteren Überblick.

 

Registrierkassen – weniger Belegausdrucke

Durch technische Weiterentwicklungen wird ab Oktober 2026 der Zettelausdruck bei Registrierkassen reduziert. Unternehmern können Kunden den Beleg digital anzeigen. Das Recht auf einen Papierbeleg bleibt erhalten. Darüber hinaus kam es zur Unterstützung der Klein- und Kleinstunternehmer durch die Inflationsanpassung der Umsatzgrenze bei der so genannten „Kalte Hände Regelung“ und der unbefristeten Verlängerung der „15-Warengruppen-Regelung“.

 

270 Mio. Euro durch Betrugsbekämpfung 

Das neue Maßnahmenpaket zur Steuerbetrugsbekämpfung und zur Verhinderung unerwünschter Steuervermeidung wird dieses Jahr 270 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen generieren. Gleichzeitig stärkt es den Schutz der redlichen Wirtschaft vor illegalen und wettbewerbsverzerrenden Praktiken. Zu den Kernmaßnahmen gehören:

  • Abschaffung des Vorsteuerabzugs bei der Vermietung von Immobilien, deren Anschaffungs‑ oder Herstellungskosten 2 Millionen Euro übersteigen.
  • Lückenschluss bei der steuerlichen Behandlung von Zuwendungen ausländischer, stiftungsähnlicher Gebilde.
  • Effektivierte Bekämpfung von Scheinunternehmen, um deren missbräuchliche Nutzung zu verhindern.
  • Verbesserter Informationsaustausch im Zusammenhang mit der Besteuerung von Kryptowerten, um Transparenz und korrekte Besteuerung sicherzustellen.

 

Eibinger-Miedl: „So schaffen wir den Aufschwung“

Finanzstaatssekretärin Barbara Eininger-Miedl sieht Mit dem Doppelbudget 2025/26 den Kurs eingeschlagen, um die Staatsfinanzen nachhaltig zu stabilisieren. „Gleichzeitig setzen wir wichtige Impulse für Leistung, Unternehmertum und Beschäftigung – von der höheren Basispauschalierung bis zur steuerfreien Mitarbeiterprämie. Im neuen Jahr geht es darum, diesen Kurs konsequent fortzusetzen: solide Finanzen, klare Prioritäten und die Entlastung der Wirtschaft als Grundlage für nachhaltiges Wachstum. So schaffen wir den Aufschwung für Österreich“, so die Staatssekretärin.

 

Finanzbildungsstrategie

Der im Herbst verabschiedete Jahresplan 2026 legt die letzten Schwerpunkte der nationalen Finanzbildungsstrategie fest:

  • Schulungen für Fachkräfte, neue Unterrichtsmaterialien, Sensibilisierung von Unternehmern.
  • Aktionen wie der Financial‑Future‑Day.
  • Zertifikate für Schulen, die sich besonders um Finanzbildung bemühen.
  • Vorbereitung einer Folgestrategie, die ab 2027 gilt.