Arbeitsmarkt braucht Anreize für Beschäftigung

Österreich hat eine hohe Steuerquote, eine Erbschaftssteuer wird von der ÖVP strikt abgelehnt. Foto: Imago/imagebroker
Österreich hat eine hohe Steuerquote, eine Erbschaftssteuer wird von der ÖVP strikt abgelehnt. Foto: Imago/imagebroker

Für die Wirtschaft drängt Jochen Danninger verstärkt auf Anreize für Beschäftigung. Die aktuellen Zahlen bestätigen die Forderung des Generalsekretärs der Wirtschaftskammer.

 

Trendwende in ersten Bundesländern

„Österreichweit steigt die Arbeitslosigkeit zwar noch leicht, aber in einigen Bundesländern wie Kärnten, Oberösterreich und Wien beginnt sich das Blatt zu wenden – und dies trotz nach wie vor schwierigem konjunkturellem Umfeld“, erklärt Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) zu den aktuellen Daten.

Es macht sich somit immer mehr bemerkbar, dass die Babyboomer zunehmend in Pension gehen und weniger junge Leute auf den Jobmarkt nachrücken. Beschäftigungsanreize sind daher dringender denn je, erklärt Danninger.

 

Potenzial an Arbeitskräften nutzen

Konkret müsse sich die Annahme eines Jobs in jedem Fall lohnen. Aber auch für Überstunden sowie längeres Arbeiten im Alter brauche es Anreize. „Wir wissen, dass wir aufgrund der demografischen Entwicklung auf eine ordentliche Fachkräftelücke zusteuern. Das vorhandene Potenzial muss daher bestmöglich genutzt werden“, so Danninger.

Gleichzeitig müsse es für die Betriebe Maßnahmen geben, die ihnen die Einstellung von neuen Mitarbeitern erleichtern. „Die Personalkosten sind in den vergangenen Jahren im internationalen Vergleich überdurchschnittlich stark gestiegen. Damit unsere Betriebe nicht weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, brauchen wir rasch eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten“, sagt Danninger.

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