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Grüner Wasserstoff aus Algerien für Österreich
Algerien will ab 2030 grünen Wasserstoff nach Europa und Österreich exportieren. Der geplante Wasserstoff-Südkorridor ist Thema einer UNIDO-Konferenz in Wien und der bilateralen Gespräche von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer mit dem algerischen Delegationsleiter Nabil Kafi.
Wasserstoff-Südkorridor nach Europa
„Der Wasserstoff-Südkorridor soll Produktionsregionen in Afrika mit der Industrie in Mitteleuropa verbinden und Österreich als Drehscheibe für grünen Wasserstoff positionieren“, erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Partnerschaften zwischen Europa, dem Nahen Osten und Afrika sollen Lieferketten sichern.

Wolfgang Hattmannsdorfer und Algeriens Energie-Generalsekretär Nabil Kafi in Wien. Foto: E. Holey
Algerien als Produzent
Am Rande der UNIDO-Konferenz traf Hattmannsdorfer den Generalsekretär des algerischen Ministeriums für Energie und erneuerbare Energien, Nabil Kafi, zu einem bilateralen Gespräch. Im Mittelpunkt standen der Aufbau des Wasserstoff-Südkorridors sowie konkrete Kooperationsmöglichkeiten zwischen Österreich und Algerien.
Der nordafrikanische Staat gilt aufgrund seines hohen Potenzials für erneuerbare Energien und bestehender Energieinfrastruktur als zentraler Partner für zukünftige Wasserstoffimporte nach Europa und liefert jetzt bereits LNG nach Europa, etwa per Schiff nach Griechenland.
Hattmannsdorfer prüft Kooperationen
Ziel ist es, die energiepolitische Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Produktion über Transport und Infrastruktur bis zur industriellen Nutzung – schrittweise zu vertiefen. Hattmannsdorfer stellte für Herbst eine Reise nach Algerien in Aussicht, um den strategischen Dialog weiterzuführen und mögliche Kooperationsprojekte auszuloten.

Griechendland (Bild) bezieht bereits LNG aus Algerien. Foto: Imago / Nicolas Koutsokostas
Grüne Alternative für Industrie
Erneuerbarer Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien – etwa in Stahl-, Chemie- oder Glasproduktion. Gleichzeitig stärkt er die Versorgungssicherheit, ermöglicht langfristige Energiespeicherung und reduziert geopolitische Abhängigkeiten. Österreich investiert derzeit 275 Millionen Euro in vier nationale Leuchtturmprojekte, gab Hattmannsdorfer bekannt.





