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Tausende unterschreiben gegen Wiederkehrs Latein-Kürzung

Die bedeutendsten Worte für den Staat Österreich kommen aus dem Lateinischen: Republik, Demokratie und Parlament. Tausende sind für Latein-Unterricht. Foto: Thomas Topf

Tausende Persönlichkeiten Österreichs haben auf der Plattform mein.aufstehen.at gegen die Kürzung oder gar Abschaffung des Latein-Unterrichts unterschrieben. Nobelpreisträger und Literaten protestieren entschieden gegen die Pläne von Unterrichtsminister Christoph Wiederkehr.

 

Petition und  Forderungen

In der Petition an Wiederkehr auf der Plattform mein.aufstehn.at schreiben die Persönlichkeiten: „Die sich verdichtenden Anzeichen einer weiteren Marginalisierung der so genannten ‚toten‘ Sprachen Latein und Altgriechisch in den Lehrplänen beunruhigen uns ebenso wie der seit Jahren vollzogene Rückbau des Literaturunterrichts zugunsten vorgeblich kompetenzorientierter Textsorten.“

Wiederkehr will an den Schulen den Lateinunterricht kürzen und an dessen Stelle Stunden für Künstliche Intelligenz platzieren.

Dazu schreiben die Nobelpreisträgerinnen, Autorinnen und Autoren, sowie zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler, Künstlerinnen und Künstler: „Latein und KI sind nicht gegeneinander auszuspielen – Latein ist die Basis für die bestmögliche und einzigartige Weiterentwicklung einer modernen Zivilisation.“

Gefordert wird, den Unterricht in Latin und Griechisch uneingeschränkt weiterzuführen und der Literatur wieder ihren Stellenwert zukommen zu lassen.

Latein ist Bildung: Petition auf mein.aufstehn.at

Latein ist Bildung: Petition auf mein.aufstehn.at

Tausende Unterzeichner in wenigen Stunden

Zu den Initiatoren gehören Elfriede Jelinek und Peter Handke (beide Nobelpreis für Literatur), Anton Zeilinger (Nobelpreis für Physik) sowie der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky und der frühere Bundespräsident Heinz Fischer (beide SPÖ).

Gestartet wurde die Initiative von der Kommunikationsberaterin Nina Hoppe. Tausende unterzeichneten: bereits in den ersten 24 Stunden wurde sie online von mehr als 15.000 Personen unterstützt.

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