Ruf nach besserer Berufsorientierung – Zwei von drei Schülern fühlen sich nicht gut vorbereitet

Viele Wege stehen Schülern nach der Pflichtschule offen. Die Berufsorientierung fällt trotzdem vielen Schülern schwer. Das soll sich nun ändern. Foto: iStock/Delpixart
Viele Wege stehen Schülern nach der Pflichtschule offen. Die Berufsorientierung fällt trotzdem vielen Schülern schwer. Das soll sich nun ändern. Foto: iStock/Delpixart

Eine Umfrage unter Schülern zeigt dringenden Handlungsbedarf bei der Bildungs- und Berufsorientierung junger Menschen. Die Lehre soll dabei als gleichwertiger Karriereweg sichtbar gemacht werden.

ÖVP-Lehrlingssprecher Klaus Mair drängt auf eine Ausweitung der Bildungs- und Berufsorientierung an Österreichs Schulen. Als Beleg für den Handlungsbedarf verweist er auf eine bundesweite Umfrage der Schülerunion: Demnach geben „zwei von drei Schülerinnen und Schülern an, sich nicht gut genug auf ihre Zukunft vorbereitet zu fühlen”.

 

Vielfalt an Bildungsmöglichkeiten hervorheben

Das Regierungsprogramm sehe hier bereits Maßnahmen vor. Rechtzeitig vor Abschluss der Sekundarstufe 1 und 2 solle „in allen Schultypen eine obligatorische Lehr-, Berufs- und Studienorientierung mit einheitlichen Qualitätsstandards eingeführt werden”, die Fähigkeiten und Talente hervorhebe und auf die Vielfalt an Bildungsmöglichkeiten hinweise.

„Junge, selbstbestimmte Menschen sollen am Ende ihrer Schullaufbahn ihre Stärken und Begabungen kennen”, unterstreicht der Lehrlingssprecher. Das sei „wichtig für die richtige Berufswahl”. Zwar gebe es die Bildungs- und Berufsorientierung bereits als Teil des Schulsystems, doch zeige sich, „dass hier offenbar noch Handlungsbedarf besteht”. Gefordert sei „ein echter Orientierungsprozess, der Stärken sichtbar macht und junge Menschen in den passenden Bildungsweg begleitet”. Die Lehre müsse dabei „als gleichwertiger und attraktiver Karriereweg sichtbar werden”.

 

Bessere Berufsorientierung für mehr Fachkräfte

Mair verweist in diesem Zusammenhang auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen nun in Pension, der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung werde von rund 20 Prozent bis 2080 auf knapp 30 Prozent ansteigen. „Es ist daher wichtig, schon jetzt Maßnahmen zu setzen.”

Die Sicherung qualifizierter Fachkräfte sei „ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich”, so Mair weiter. Eine zukunftsorientierte, moderne und attraktive Lehrausbildung sei deshalb „nicht nur bildungs-, sondern ebenso wirtschafts- und sozialpolitisch von großer Bedeutung”. Mit der Industriestrategie und dem Fokus auf Schlüsseltechnologien setzten Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und die Volkspartei „weiterhin auf eine verlässliche und starke Partnerschaft in diesem Bereich”.

 

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