Innenpolitik

FPÖ-Absurd: Korruptions-Affären & Meditation gegen Corona

Foto: FPÖ Graz; graz.at

Die Freiheitlichen scheinen sich derzeit gegenseitig mit Negativschlagzeilen überbieten zu wollen: Vergangene Woche mussten mehrere Grazer FPÖ-Politiker wegen des Verdachts auf Korruption zurücktreten. Die neue Spitze der FPÖ-Graz, Astrid Schleicher, will das Corona-Virus mit Meditation und Gebeten bekämpfen. Am Montag wurde bekannt, dass der Ex-FPÖ-Finanzreferent in Graz sich um eine halbe Million Euro aus öffentlichen Fördermitteln selbst bereichert haben soll.

 

Eine halbe Million aus öffentlichen Förderungen

Wie mehrere Medien am Montag berichten, soll der ehemalige Finanzreferent der FPÖ in Graz öffentliche Fördermittel auf seine privaten Konten abgezweigt haben. Um einen Betrag von einer halben Million Euro soll es sich laut zahlreichen Presseberichten handeln.

In der Affäre meldete sich am Montag auch der Obmann der steirischen FPÖ, Mario Kunasek, zu Wort. In einer Aussendung sprach Kunasek davon, dass er von dem Ex-Finanzreferenten über die mutmaßliche Veruntreuung in sechsstelliger Höhe informiert wurde.

 

„Umfassendes Geständnis“

So schreibt Kunasek laut Medienberichten, dass betreffender Ex-Mitarbeiter „über mehrere Jahre hindurch öffentliche Fördermittel für seine persönlichen Zwecke entfremdet“ habe. Vielmehr sei „ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro“ entstanden sein. Außerdem sprach Kunasek von einem „umfassenden Geständnis“

Dieser Skandal um mutmaßliche Veruntreuung schließt an den, letzte Woche publik gewordenen, Rücktritt von FPÖ Vizebürgermeister Mario Eustacchio und Klubobmann Armin Sippel.

Ende Oktober wurde publik, dass Eustacchio und Sippel sich selbst üppige Zuwendungen für „politische Arbeit und Repräsentationszwecke“ gegeben haben. Dabei erhielt Eustacchio 50.000 Euro und Sippel 16.000 Euro. Zudem sollen auch weitere Ungereimtheiten aufgetaucht sein, wie die Kleine Zeitung berichtete. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

 

Schwierige Personalentscheidung anstehend

Doch wer soll die FPÖ Graz nun übernehmen? Die beschriebenen Skandale haben ein großes Personalloch gerissen, das nur schwierig zu füllen sein mag. Außerdem wird sich die neue Spitze der Graz-FP mit – der bereits von Kunasek angekündigten – „restlosen“ Aufklärung der Skandale beschäftigen müssen.

 

Massenmeditation gegen Corona

Vorerst übernimmt die dienstälteste Obmannstellvertreterin in Graz, Astrid Schleicher. Auch bei dieser Personalentwicklung könnte es sein, dass absurde Schlagzeilen um die FPÖ-Graz nicht abreißen. So fiel Schleicher in der Vergangenheit eher durch sonderbare „Innovationen“ zur Pandemiebekämpfung auf.

In einem – mittlerweile gelöschten – Facebook-Posting rief Schleicher dazu auf, gegen das Coronavirus zu meditieren. Durch die in der sogenannten „Massenmeditation“ entstehende Energie, solle das Coronavirus „endgültig“ ausgelöscht werden.

Foto: FPÖ Graz; graz.at
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