Europa- & Aussenpolitik

Europaparlament bestätigt neue EU-Kommission

Ursula Von der Leyen warb im EU-Parlament für ihr neues Team in Brüssel. Foto: EP

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch in Straßburg der neuen EU-Kommission ihre Zustimmung erteilt. Somit kann das neu besetzte Gremium mit 1. Dezember seine Arbeit aufnehmen. In der Abstimmung votierten nach einer Debatte 370 Abgeordnete für das von der bisherigen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geleitete Team. 282 EU-Parlamentarier lehnten die neue Kommission ab, während sich 36 der Stimme enthielten.

 

Aus Österreich stimmten die ÖVP, NEOS und die Mehrheit der SPÖ für die neue Kommission. Eine SPÖ-Abgeordnete enthielt sich der Stimme. FPÖ und Grüne stimmten geschlossen dagegen. Dieses Abstimmungsverhalten zeichnete sich bereits im Vorfeld ab. (Zur-Sache berichtete)

 

Von der Leyen warb um Team – Parlament gab OK

In der Debatte warb Ursula von der Leyen nochmals um Zustimmung und betonte in einer Rede vor dem EU-Parlament, dass sie mit „allen demokratischen, pro-europäischen Kräften“ zusammenarbeiten wolle.

Die Abstimmung erfolgte auf eine längere politische Auseinandersetzung über die Besetzung der Kommission. Einige Kandidaten waren im Vorfeld umstritten. Letztlich gab es am Mittwoch aber grünes Licht für die neuen Kommission.

Die Europaparlamentarier der ÖVP (v.l): Alexander Bernhuber, Sophia Kircher, Reinhold Lopatka, Angela Winzig und Lukas Mandl. Foto: EVP

Die Europaparlamentarier der ÖVP (v.l): Alexander Bernhuber, Sophia Kircher, Reinhold Lopatka, Angela Winzig und Lukas Mandl. Foto: EVP

Lopatka begrüßt neue Kommission

Stark für das Personalpaket machte sich auch Reinhold Lopatka, ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament. In seiner Rede unterstrich er die Schwerpunktsetzungen der neuen Kommission mit dem Fokus auf das Thema Wirtschaft. “Die neue EU-Kommission kann am 1. Dezember starten und legt ihren Schwerpunkt auf Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit. Das ist gut so und notwendig. Denn der wirtschaftliche Aufschwung war unsere Erfolgsgeschichte und das muss sie bleiben. Nur mit einer starken Wirtschaft und einem starken Binnenmarkt ist unser europäisches Lebensmodell mit all seinen Leistungen für unsere Bürgerinnen und Bürger auch finanzierbar”, Lopatka in seiner Plenarrede.

 

Reihe von Aufgaben für neue Kommission

Gleichzeitig müsse man laut Lopatka Anstrengungen auch für die Sicherheit verstärken. „Die globalen Gefahren wie von Putin-Russland erfordern entsprechende Investitionen in unsere Verteidigung und keinen Freundschaftsvertrag mit der Putin-Partei “Einiges Russland”, wie die Vilimsky-FPÖ einen abgeschlossen hat”, sagt Lopatka. “Und wir brauchen funktionierende europäische Lösungen im Kampf gegen die illegale Migration. Unbedingt erforderlich sind dafür ein wirksamer Außengrenzschutz, konsequente Rückführungen und mehr Abkommen mit Drittstaaten. EU-Kommissar Magnus Brunner aus Österreich braucht dafür die Unterstützung der 27 Mitgliedstaaten. Er ist der richtige Mann, der unterschiedliche Interessen zusammenführen kann.”

Ursula Von der Leyen warb im EU-Parlament für ihr neues Team in Brüssel. Foto: EP
Ursula Von der Leyen warb im EU-Parlament für ihr neues Team in Brüssel. Foto: EP
Kanzler Friedrich Merz lädt Amtskollegen wie Christian Stocker (Bild: vorjähriges Treffen) zu Gesprächen über einen sparsameren EU-Haushalt nach Berlin. Foto: Florian Schrötter

Kanzler: Mehr EU-Beamte “ist absurd”

Europas Jugend diskutiert Europas Zukunft beim European Forum Alpbach. Demnächst kommen Bundespräsidenten, Landeshauptleute und Minister zu den Gesprächen nach Tirol. Fotos: EFA, Elisabeth Mandl

700 Jugendliche beraten ihre und Europas Zukunft

Innenminister Gerhard Karner treibt die Einrichtung von Asylverfahren und Rückkehrzentren außerhalb Europas voran. Foto: BMI/Makowecz

Mit Abschiebezentren soll Europa wieder „Herr im eigenen Haus” werden

Betonten die gemeinsame Zusammenarbeit. Kanzler Christian Stocker traf am Montag in Ankara Recep Erdoğan. Foto: BKA/Christopher Dunker

Stocker in Ankara: „Die europäischen Fehler von 2015 dürfen sich nicht wiederholen”

In Ankara, Hauptstadt der Türkei, trifft am Montag Bundeskanzler Christian Stocker auf Präsident Recep Erdogan. Foto: iStock/komyvgory

1,2 Milliarden zusätzliches Exportpotenzial: Stocker mit Wirtschaftsdelegation in der Türkei

Frontex (im Bild bei einer Übung vor Malta), zuständig für Grenzschutz, könnte bei einem Ansturm wie auf Ceuta eingesetzt werden. Foto: Frontex

Schärferes Grenzregime als eine Konsequenz aus Ceuta