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EU einig mit Indien: Freihandelsabkommen steht  

Indien und die EU Rücken wirtschaftliche näher zusammen. Das neue Freihandelsabkommen betrifft über 2 Milliarden Menschen. Foto: iStock/Diy13

Nach jahrelangen Verhandlungen haben die EU und Indien in der Nacht auf Dienstag ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Für Angelika Winzig, Wirtschaftssprecherin der ÖVP im Europaparlament und Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Indien, stellt das Abkommen einen „wirtschafts‑ und geopolitischen Meilenstein für Europa“ dar.

 

Die wirtschaftliche Dimension

  • Handelsvolumen 2024: rund 120 Milliarden Euro im Warenverkehr zwischen EU und Indien.
  • Zollabbau: zentrale Exportprodukte wie Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien, Agrar‑ und Genussmittel werden zollfrei.
  • Dienstleistungsmarkt: Verbesserter Zugang zu Indiens schnell wachsendem Sektor für Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und digitale Wirtschaft.

„Mit diesem Abkommen entsteht die größte Freihandelszone der Welt – mit rund zwei Milliarden Menschen. Das ist ein historischer Schritt für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und geopolitische Stärke Europas“, betonte Winzig.

Neue Perspektiven für EU und Österreich

Winzig hob die wirtschaftliche Dynamik Indiens hervor, die Europa mit dem Abkommen neue Perspektiven eröffne in Europa eröffne. “Indien ist einer der dynamischsten Wachstumsmärkte der Welt. Der verbesserte Marktzugang eröffnet neue Chancen für Export, Investitionen, Innovation und hochwertige Arbeitsplätze in Europa”, sagt Winzig. “Als Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Indien erlebe ich seit Jahren, wie groß das wirtschaftliche und strategische Potenzial dieser Partnerschaft ist. Dieses Abkommen hebt die EU-Indien-Beziehungen auf ein neues Niveau.”

 

Strategische Bedeutung

In einer Zeit globaler Unsicherheit betonte Winzig, dass Europa verlässliche Partner und diversifizierte Lieferketten brauche. Das Abkommen stärke die strategische Autonomie der EU, reduziere Abhängigkeiten und positioniere die Union als selbstbewussten Global Player. Winzig sieht für Österreich besonders positive Effekte. Exportorientierte Industrien und innovative Start‑ups können von den neuen Marktchancen profitieren. Der Mittelstand soll von erweiterten Absatzmöglichkeiten in Indien profitieren.

Rasche Ratifikation

Der nächste Schritt sei nun die rasche Ratifikation des Abkommens, um die Chancen für Unternehmen und Beschäftigte schnell nutzbar zu machen. „Europa darf nicht zögern, wenn es um Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und globale Partnerschaften geht“, so Winzig.

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